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            <title>Landesparteitag S-H Oktober 2024: Alles</title>
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                <title>Landesparteitag S-H Oktober 2024: Alles</title>
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                        <title>A2 (Ä1-3): Gesund &amp; Sozial - Umsatzsteuerbefreiung für gesunde Lebensmittel</title>
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                        <author>LAG Gesundheit (dort beschlossen am: 03.06.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesparteitag möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Die Delegierten des Landesparteitages mögen beschließen: Der Steuersatz für die Umsatzsteuer für Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst wird auf 7% belassen.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Die Verantwortlichen in der Partei, in der Landesregierung und im Landtag setzen sich auf Bundesebene für eine umfassende Reform des Umsatzsteuerrechtes ein.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Die Verantwortlichen in der Partei, in der Landesregierung und im Landtag setzen sich für die Umsetzung der im Januar 2024 vom Bundeskabinett beschlossenen “Ernährungsstrategie der Bundesregierung”.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Ein Umbau des Ernährungssystems hin zu einer ökologischen und stärker pflanzenbasierten Ernährung soll durch einen Umbau der Außer-Haus-Verpflegung (z.B. öffentliche Kantinen, Kitas und Mensen) in Schleswig-Holstein erreicht werden.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dies ist ein wichtiger Baustein im Rahmen einer nachhaltigen und sozialen Gesundheitswende,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unterstützt die Forderung der UN, den Anteil an „verfrühten“ Todesfällen zu reduzieren,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>langfristig unser Gesundheitssystem zu entlasten sowie</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Synergie-Effekte im Bereich Klima, Ernährung und Gesundheit zu realisieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Umsetzung soll im Rahmen einer Bundesratsinitiative erfolgen. Kleinere landwirtschaftliche Betriebe sollten bei dem neu einzuführenden Lenkungssystem unterstützt werden.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Über die Hälfte der Krankheiten in der westlichen Welt, sind die Folge einer jahrelangen Fehlernährung. Zahlreiche Studien belegen, dass besonders der ausreichende Verzehr von Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst einen präventiven Effekt auf unsere Gesundheit hat. Auf der anderen Seite sind in den letzten Jahren die Kosten für diese Lebensmittel stark gestiegen. Besonders sozial schwache Familien können sich eine gesunde Ernährung kaum noch leisten und der Konsum der genannten Lebensmittel ist gesunken. Somit wäre der Wegfall der Mehrwertsteuer (7%) ein Betrag, diesen ungewöhnlichen Preisanstieg zu dämpfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Report<sup>1</sup> „GLOBAL ENVIRONMENT OUTLOOK GEO-6“ des Klimabeirats der UN belegt, dass unsere Landwirtschaft einer der Hauptverursacher für Treibhausgase (THG) geworden ist - der Anteil an THG beträgt etwa 30%.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben diesem Report gibt es inzwischen mehrere Studien (u.a. der „Fleischatlas“, Heinrich Böll Stiftung<sup>2</sup>), die zeigen, dass besonders die konventionelle Landwirtschaft einen sehr starken Einfluss auf die Freisetzung von Treibhausgasen hat. Vor allem der große Appetit auf Fleisch schadet dem Klima. Andere Lebensmittel wie Gemüse und Salat, benötigen nur ein Bruchteil an CO<sub>2</sub>. So wird beispielsweise für die Herstellung von 1 kg Rindfleisch etwa 50x bis 100x mehr CO<sub>2</sub> verbraucht als für 1 kg Gemüse<sup>2</sup>. Nahezu 70 % der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen. Der hohe Fleischkonsum in Deutschland und Europa ist außerdem eine wesentliche Ursache für zahlreiche Erkrankungen, die unser Gesundheitssystem sehr belasten<sup>3</sup>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Somit würden Maßnahmen, die den Fleischkonsum reduzieren und zugleich den Verzehr von Gemüse verstärken, mehrfach wirken und Synergien freisetzen<sup>1,2,3,4</sup>:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verringerung der Freisetzung von THG</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Geringere Belastung des Trinkwassers und der Luft mit Schadstoffen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verringerung des Einsatzes von Antibiotika und somit für das Risiko für die Entstehung von multi-resistenten Keimen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Abholzung von Wäldern für die Herstellung von Tierfutter könnte reduziert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine Reduzierung der Fleischproduktion hätte zudem positive Effekte für das Tierwohl</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Prävention von Erkrankungen (Herzkreislauf, Osteoporose, Diabetes etc.)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>und somit Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nebeneffekt: Da die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Klima sowie Gesundheit vielen Menschen nicht bekannt ist, wäre die Maßnahme ein Anreiz, sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen. Zudem würden besonders Familien entlastet, die einen relativ großen Anteil des Einkommens für Lebensmittel ausgeben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine gesündere Ernährung würde nicht nur die Lebensqualität von Millionen Menschen verbessern, sondern hätte auch das Potential, die Gesundheitskosten alleine in Deutschland jährlich, um mehrere Milliarden Euro zu entlasten. Unsere Fehlernährung ist eine wesentliche Ursache für die meisten Erkrankungen<sup>3 </sup>und „verfrühte“ Todesfälle (durch Herzkreislauferkrankunge, Diabetes etc.) Obwohl dies durch zahlreiche Studien belegt worden ist, kümmert sich unser Gesundheitswesen fast gar nicht um die eigentlichen Ursachen. Sogar bei der Ausbildung der Medizinstudenten oder Weiterbildung des medizinischen Fachpersonals spielt das Thema „Fehlernährung als wesentliche Ursache zahlreicher Erkrankungen“ keine Rolle. Dies steht im krassen Missverhältnis zu der Bedeutung für unsere Gesundheit, Gesundheitskosten, Lebensqualität und nicht zuletzt für den Klimawandel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bürgerrat „Ernährung im Wandel“ hat am 20. Februar 2024 seine Empfehlungen an die Fraktionen des Bundestages übergeben. Das Detailkonzept war zuvor intensiv mit dem Wissenschaftlichen Beirat diskutiert worden. Einige wesentliche Forderungen des Bürgerrats lauten:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Umsatzsteuer für gesunde Lebensmittel soll u.a. aus sozialen und gesundheitlichen Gründen abgeschafft werden (5)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einige aktive „junge Grüne“ aus SH waren übrigens an der Etablierung des Bürgerrates involviert! Somit möchten wir wesentliche Forderungen des Bürgerrates unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Referenzen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.„GLOBAL ENVIRONMENT OUTLOOK GEO-6 HEALTHY PLANET, HEALTHY PEOPLE“ UN-Report 2018.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. “Fleischatlas” Heinrich Böll Stiftung, Ausgabe 2018</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3. GLOBAL ACTION PLAN FOR THE PREVENTION AND CONTROL OF NONCOMMUNICABLE DISEASES 2013-2020 (WHO)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4. „Klimawandel auf dem Teller“, WWF-Report 2012</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5. Bürgerrat, Bürgergutachten 20.2.24 (siehe <a href="https://www.buergerrat.de/aktuelles/buergergutachten-zu-ernaehrung-uebergeben/">Bürgergutachten zu Ernährung übergeben (buergerrat.de)</a>)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Autoren (LAG Gesundheit): Henning Vollert (KV Segeberg), Eike Selonke (KV Kiel), Esther Drewsen (KV Nordfriesland)</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 13 Oct 2024 15:31:50 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D2-NEU: Gerichtsstrukturreform</title>
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                        <author>Moritz Bührmann (KV Kiel)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Landesverband von Bündnis90/ Die Grünen stehen wir für einen starken Justizstandort Schleswig-Holstein. Wir stehen dafür, dass alle Menschen im Land einen einfachen und effektiven Zugang zu unseren Gerichten haben. Das gelingt am besten wohnortnah.<br><br>
Wir begrüßen, dass nicht beim Personal, sondern an den Justizgebäuden gespart werden soll. Wir sprechen uns dafür aus, dass der im Koalitionsvertrag vereinbarte Personalaufbau in der Justiz und insbesondere bei den Staatsanwaltschaften fortgesetzt wird.<br><br>
Die technischen Möglichkeiten für die Arbeit im Homeoffice sollen weiter verbessert werden; das gilt vor allem für die Performance der E-Akte und der Fachanwendungen der Gerichte.<br><br>
Die angekündigte Schließung und Verlegung der Arbeits- und Sozialgerichte an einen zentralen Standort sehen wir aber sehr kritisch. Es wurde ein ausführlicher Beteiligungsprozess gestartet, der noch am Anfang steht. Unser Anspruch ist, dass wir diesen Austauschprozess kritisch-konstruktiv mitgestalten.<br><br>
Wir verkennen nicht, dass die Haushaltslage eine große Herausforderung ist und auch die Justiz sich an den Einsparungen beteiligen muss. Nachteile bei den Gerichtsstandorten müssen aber mit Vorteilen für die Rechtssuchenden ausgeglichen werden. Sie dürfen nicht dazu führen, dass der Zugang zur Justiz, soweit er nicht digital möglich ist, erschwert wird. Sie müssen außerdem sozialverträglich für die Justizbeschäftigten sein. Ihre Interessen müssen im gesamten Verfahren im Fokus sein und Berücksichtigung finden.<br><br>
Wir hängen nicht an einzelnen Justizstandorten. Vielmehr muss es darum gehen, Justizstandorte in der Fläche zu erhalten. Dies kann für uns auch bedeuten, dass einzelne Gerichte zusammengelegt werden. Vor einer möglichen Schließung muss aber geprüft werden, ob es vor Ort Alternativen mit ähnlichen Einspareffekten gibt. Gleiches gilt für die angekündigte Strukturreform bei den Amtsgerichten.<br><br>
Für den Fall, dass Gerichtsstandorte tatsächlich geschlossen werden müssen, sollen Anreize geschaffen werden, Gerichtstage zum Beispiel in den Räumlichkeiten der örtlichen Amtsgerichte abzuhalten. Dies stärkt die Präsenz der Justiz vor Ort und kann auch die längeren Anfahrtswege vom neuen Standort zum Arbeitsgericht oder Sozialgericht abmildern.<br><br>
Zudem sind derzeit noch keine Zahlen über das tatsächliche Einsparpotential der Reform bekannt. Sobald diese vorliegen, wird erneut zu prüfen sein, ob die Einsparungen den damit verbundenen Rückgang der staatlichen Präsenz vor Ort tatsächlich rechtfertigen.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Am 24.9.2024 teilte die Justizministerin mit, dass seitens der Landesregierung beschlossen worden sei, Sozial- und Arbeitsgerichte auf einen Standort zusammenzuführen, der möglicherweise in Neumünster angesiedelt sein soll. Dafür sollen bestehende Standorte in Kiel, Lübeck, Itzehoe, Flensburg, Elmshorn und Schleswig zusammengelegt werden. Das in Kiel ansässige Finanzgericht soll nach Schleswig umziehen. Diese insgesamt zehn Gerichte betreffenden Maßnahmen sollen aber nicht vor 2027 und erst dann vollzogen werden, wenn ein geeignetes Gebäude vorhanden ist. Auch sollen die Amtsgerichte in den Blick genommen werden, ob Einsparungen möglich sind. Der Ausgang dieses Prozesses sei offen, es soll dabei aber auf jeden Fall mindestens ein Amtsgericht pro Landkreis erhalten bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die geplante Reform der Gerichtsstruktur hat Nachteile zur Folge. Ein Rückzug aus der Fläche kann zu längeren Wegen für die Rechtssuchenden und vor allem für die Justizbeschäftigten führen. Gerade in Zeiten, in denen unsere rechtsstaatlichen Institutionen von Rechtsaußen unter enormem Druck steht, kann leicht der falsche Eindruck entstehen, der Rechtsstaat ziehe sich zurück. Zwar kann dies in der Arbeits- und der Sozialgerichtsbarkeit nicht allein durch die Digitalisierung abgefedert werden. Im direkten Gespräch und Austausch können Argumente und Fakten häufig am besten ausgetauscht und die besten Ergebnisse erzielt werden. Aber insbesondere die Gerichtstage in den in der Fläche weiterhin vorhandenen Amtsgerichten sind ein adäquates Mittel, die wegen der Abdeckung der Amtsgerichte sogar zu einer Verbesserung der örtlichen Erreichbarkeit führen könnten</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für die Beschäftigten in der Justiz entstehen große Existenzängste. Teilweise muss ein Umzug erfolgen oder es müssen lange Pendelwege in Kauf genommen werden. Auf Grund der unzuverlässigen Bahn heißt das vor allem, dass vermehrt mit dem Auto gependelt werden muss. Wir wollen dafür eintreten, dass durch den Ausbau neuer Arbeitsformen wie Homeoffice, Co-Working-Räumen und die Ermöglichung von Raumbuchungen in anderen Gerichten diese Nachteile verringert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Justiz ist nicht nur eine Dienstleistung, sie ist ein Grundrecht der Menschen im Land. Sie ist Ansprechpartnerin bei empfundenem Unrecht. Sie ist ein Zeichen dafür, dass der Staat vor Ort ist, vermittelt und Rechtsfrieden schafft. Sie ist die dritte Säule und damit einer der Kernbereiche des Staates. Es gibt Bereiche, in denen Kürzungen besonders schmerzhaft sind. Dies gilt im Sozial- wie im Bildungsbereich, aber auch im Naturschutz oder im Bereich der Energiewende. Die Kürzungen dürfen keinesfalls dazu führen, dass der Staat nicht mehr handlungsfähig ist. Die Justiz als dritte Gewalt muss stark sein und insbesondere in herausfordernden Zeiten so aufgestellt sein, dass Recht durchgesetzt wird und der Rechtsstaat funktionsfähig bleibt.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 13 Oct 2024 13:24:23 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A10 (Ä6): Migrationspolitische Schwerpunkte auf Landesebene </title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74644</link>
                        <author>Aminata Touré (KV Neumünster)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Migrationspolitische Schwerpunkte auf Landesebene </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die migrationspolitische Debatte dominiert seit Wochen und Monaten den öffentlichen Diskurs. Im Fokus stehen hierbei Fragen wie, wie Deutschland weniger Menschen aufnehmen kann, Zurückweisungen an Grenzen forciert werden können und wie die Zahl der Rückführungen erhöht werden kann. Zeitgleich führt der zunehmende Überbietungswettbewerb von Abschottung und Abgrenzung dazu, dass viele Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte sich zunehmend die Frage stellen, ob sie als Teil der Gesellschaft akzeptiert und respektiert werden.<br>
Dass die Zahlen derer, die bei uns Schutz suchen, weiterhin hoch, aber geringer als im Vorjahr sind, ist ein Spiegel der Weltlage. Weltweit sind laut UNCHR 120 Millionen Menschen auf der Flucht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ton, in der diese Auseinandersetzung stattfindet, besorgt uns: Pauschalisierungen, Emotionalisierungen, schrille Parolen, das Missachten von Grundgesetz und Europäischen Zusammenhalt und die Vermischung von Extremismusbekämpfung und Asylrechtsverschärfungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als BÜNDNIS/90 DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein sehen wir uns in der Verantwortung, klar Haltung zu zeigen für eine faire Asyl- und Migrationspolitik, eine sachliche Debatte zu führen und darzustellen, welche Aufgaben Regierungen und Parlamente in einer solchen Zeit haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb setzen wir uns als BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein für folgende migrationspolitische Schwerpunkte ein:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Ankommen in Würde </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns sind das Recht auf Asyl und die Rechte von Flüchtlingen nicht verhandelbar. In der heutigen Zeit scheint es notwendig, sich zu diesen in der Genfer Flüchtlingskonvention, in der Europäischen Menschenrechteskonvention, in der EU-Grundrechtscharta und im Grundgesetz verbrieften Rechte uneingeschränkt zu bekennen. Dies bedeutet für uns, dass das Recht, einen Asylantrag zu stellen, Schutz zu erhalten und unterstützende Leistungen zu erhalten, um würdig leben zu können, nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern auch Ausdruck unseres rechtsstaatlichen Handelns ist.<br>
Damit das gelingen kann, braucht es ausreichend Plätze von Erstaufnahmeeinrichtungen sowie kommunaler Unterbringung und eine Teilhabe-Infrastruktur, die das Erlenen der Sprache, Beratung, Betreuung und medizinische Versorgung sicherstellt.<br>
Es braucht deshalb für Schleswig-Holstein ein dauerhaftes und atmendes Standortkonzept für Erstaufnahmeeinrichtungen, das sich sowohl an den Zahlen der zu uns kommenden Geflüchteten orientiert als auch berücksichtigt, dass die Kommunen, in deren Gemeinde sich die Erstaufnahmeeinrichtungen befinden, besondere Unterstützung brauchen, um die diese Aufgabe für Schleswig-Holstein zu übernehmen. Eine möglichst schnelle Kreisverteilung für Menschen mit Bleibeperspektive halten wir nach wie vor für die Grundvoraussetzung für Ankommen und Teilhabe an dieser Gesellschaft.<br>
Außerdem machen wir uns stark für eine unabhängige und individuelle Asylverfahrensberatung und arbeiten weiterhin daran, dass Flüchtlinge mit einem besonderen Schutzbedürfnis - wie beispielsweise traumatisierte Flüchtlinge oder Flüchtlinge mit Behinderungen - bereits in den Erstaufnahmeeinrichtungen indentifiziert und die erlangten Informationen an die aufnehmenden Kommunen weitergeleitet werden. Auf diese Weise wollen wir gewährleisten, dass einerseits eine lückenlose Betreuung dieser Flüchtlinge stattfinden und andererseits die Kommune sich auf ihre Ankunft vorbereiten kann.<br>
In dieser Hinsicht wollen wir die Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen in den Erstaufnahmeeinrichtungen insbesondere im Hinblick auf Psychotrauma, fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Zugang zu Arbeit von Beginn an </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass die beste Form der Integration die ist, die es Menschen ermöglicht, selbstständig für sich und die eigene Familie zu sorgen und sich von Sozialleistungen unabhängig zu machen. Viele geflohene Menschen haben den Wunsch, beruflich schnell Anschluss zu finden, ihre Qualifikation und Fertigkeiten hier einzubringen und möchten ihre Zeit und Energie in das eigene Fortkommen stecken.<br>
Wir wollen den Zugang zu Arbeit und Ausbildung so schnell wie möglich ermöglichen.<br>
Deshalb wollen wir zum einen, dass das Land sein Pilotprojekt zur Arbeitsvermittlung in den Erstaufnahmeeinrichtungen perspektivisch auf alle Erstaufnahmeeinrichtungen für alle Menschen mit guter Bleibeperspektive ausgeweitet. So erhalten alle ab dem ersten Tag die Möglichkeit einer Arbeitsmarktberatung. Seit April findet das Pilotprojekt in Boostedt und Rendsburg statt. In 8 Schritten soll es in die Arbeitsvermittlung kommen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Prüfung des Asylstatus und Voraussetzungen für die Arbeitsmarktintegration (für Menschen, die eine gute Bleibeperspektive haben, zwischen 18-63 Jahre, Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan)<br>
2. Gesprächsangebot beim Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge (Fragebogen zu Grundkompetenzen mit Schwerpunkt auf soziale und pflegerische Berufe)<br>
3. Auswertung durch die Bundesagentur für Arbeit<br>
4. Beratungsgespräch mit dem Jobcenter vor Ort in der Erstaufnahmeeinrichtung<br>
5. Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter und Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge beraten weiteres verfahren<br>
6. Integrationsorientierte Verteilung in den dauerhaften Wohnort mit Jobperspektive<br>
7. Übermittlung der Daten an das Jobcenter und Zuwanderungsbehörde<br>
8. Erfolgreiche Vermittlung in den Arbeitsmarkt und Perspektive auf eigenständiges und selbstbestimmtes Leben</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum Zweiten braucht es aber noch weitere Erleichterungen, damit die Arbeitsaufnahme erfolgen kann. Viele Menschen haben ein konkretes Beschäftigungsangebot und scheitern an den langen behördlichen Wartezeiten. Das ist sowohl für die geflüchteten Menschen, für die potenziellen Arbeitgeber*innen und Ausbildungsbetriebe als auch für die Sachbearbeitenden in den Behörden stark belastend. Hier brauchen wir dringend Verbesserungen und werden uns auf Bundes- und Landesebene für einen Bürokratieabbau und beschleunigte Verfahren einsetzen – insbesondere bei der Erteilung der Beschäftigungserlaubnis und der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie von unserem Vizekanzler Robert Habeck im Kontext der Haushaltsverhandlungen auf Bundesebene vereinbart, werden wir die Einführung einer Genehmigungsfiktion unterstützen, so dass die Arbeitsaufnahme als genehmigt erklärt wird, wenn Zuwanderungsbehörden nicht innerhalb von 14 Tagen widersprechen. Die Entlastung unserer Kommunen wäre enorm und ein großes Hemmnis im Arbeitsmarktzugang für viele Menschen beseitigt. Wir machen uns hierfür stark!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Freiwillige Ausreise und Rückführungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch wenn auf Bundesebene weitreichende und zu begrüßende Gesetze verabschiedet wurden, wie zum Beispiel das Chancenaufenthaltsrecht oder das neue Staatsangehörigkeitsrecht, sodass mehr Menschen die Möglichkeit haben ihren Aufenthalt hier zu verfestigen und perspektivisch die deutsche Staatsangehörigkeit zu erhalten, so sind wir uns im Klaren darüber, dass nicht jeder Mensch, der einen Asylantrag stellt, die Bedingungen dafür erfüllt und bleiben kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass die freiwillige Ausreise das beste und humanste Instrument ist, wenn ein Aufenthalt beendet werden muss. Dafür müssen ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit Rückkehrprogramme in umfangreichen Maße stattfinden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass in der Vergangenheit weitreichende Gesetze zu Rückführungen auf Bundes- und EU-Ebene beschlossen wurden, die zu harten Verschärfungen führen werden: Zuletzt das Rückführungsverbesserungsgesetz im Februar dieses Jahres und gerade auf europäischer Ebene die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. Diese Entwicklung war und ist für unsere Partei sehr schmerzhaft. Weitere Verschärfungen dürfen nicht folgen.<br>
Statt weiterer Gesetzesänderungen, braucht es nun vor allem die Umsetzung geltenden Rechts und eine kritische Überprüfung dessen.<br>
Bundesweit stellen wir Vollzugsdefizite mit Blick auf Rückführungen fest, trotz sich ständig ändernder und verschärfender Rechtslage. Deshalb sind wir davon überzeugt, dass eine Bündelung von bestimmten Personengruppen eine Entlastung für die kommunalen Behörden bedeuten könnte. Wir wollen deshalb, dass künftig Rückführungsfälle von ausländischen mehrfach Intensivtäter gebündelt in Zuständigkeit des Landes übergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns als Grenzregion zu Dänemark sind Grenzkontrollen ein Problem, darauf hat die Landesregierung in den letzten Jahren immer wieder hingewiesen. Dauerhafte Grenzkontrollen verhindern illegalen Einreisen nicht –wir brauchen unserer Sicherheitskräfte an anderer Stelle. Und wir brauchen ein geeintes Europa und keine Kleinstaaterei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alle Neuerungen müssen im Blick haben Verwaltungsaufwand ab- und nicht aufzubauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Unterstützung der Kommunen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jegliche migrationspolitischen Überlegungen können nur gelingen, wenn vor Ort die Strukturen gut aufgestellt und gut finanziert sind. Integration kann nur gelingen, wenn die Kommunen bei ihrer Aufgabe der Integration unterstützt werden. Deshalb sind Bund und Land in der Pflicht diese bei ihrer Aufgabe finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Es ist der richtige Weg, dass es in Schleswig-Holstein regelmäßige Vereinbarungen mit den Kommunen gibt, bei denen die Aufgaben gemeinsam definiert werden. Hierbei sind besonders Programme von sozialem Wohnraum notwendig, um den notwendigen Wohnraum bereitzustellen. Außerdem braucht es ausreichend Personal an KiTas und Schulen, damit alle Kinder die gleichen Startbedingungen haben. Genauso wichtig ist eine ausreichende und flächendeckende medizinische und psychosoziale Versorgung.<br>
Das Land hat für die Bandbreite an Themen eine Integrationsstrategie auf den Weg gebracht, die fortlaufend aktualisiert und an die Bedarfe angepasst werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stärkung der Ausländer- und Zuwanderungsbehörden </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotz der finanziellen Unterstützung für Personal der Ausländer- und Zuwanderungsbehörden im Rahmen einer Verabredung zwischen Land und Kommunen im vergangenen Jahr, stellen wir fest, dass diese Maßnahme nicht ausreicht. Sie sind in kommunaler Verantwortung, aber für alle Maßnahmen rund um Migration brauchen wir funktionierende und gut ausgestattete Behörden. Der Personalmangel ist das Nadelöhr und verlangsamt sowohl Prozesse der Integration, aber auch Rückführungen. Wir setzen uns deshalb überall und auf jeder Ebene, in der wir Verantwortung tragen, dafür ein, dass es zu einer Personaloffensive für die Ausländerbehörden kommt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Gesellschaft der Vielen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir verstehen uns als eine vielfältige Partei, die nicht nur den Anspruch erhebt, Menschen mit Migrationsgeschichte eine Stimme zu geben, sondern auch Interessen zu vertreten, die diese Lebensrealität abbildet. Menschen mit Migrationsgeschichte sind keine homogene Masse und haben sehr unterschiedliche politische Überzeugungen. Aber diejenigen, die mit unseren politischen Grundsätzen übereinstimmen und diese vor allem auch über viele Jahre mitgeprägt haben, sollen wissen, dass wir ihre politische Heimat sind. Dafür müssen auch wir uns selbstkritischen Debatten unterziehen, die nicht außer Acht lassen dürfen, dass durch politische Entscheidungen, die wir treffen, auch das Vertrauen in uns an vielen Stellen verloren gegangen ist. Wir stehen weiterhin für eine vielfältige und diskriminierungsfreie Gesellschaft ein und werden diese Werte verteidigen und politisch leben.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Antrag wird gemeinschaftlich gestellt von</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aminata Touré, Anke Erdmann, Gazi Freitag und Catharina Nies.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 13 Oct 2024 10:28:45 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A7 (Ä1): Gesellschaftliche Resilienz und Wehrhaftigkeit erhöhen – Schutz Kritischer Infrastrukturen sicherstellen!</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/gesellschaftliche-resilienz-und-wehrhaftigkeit-erhohen-schutz-kritis-14930</link>
                        <author>Konstantin von Notz (KV Herzogtum Lauenburg)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/gesellschaftliche-resilienz-und-wehrhaftigkeit-erhohen-schutz-kritis-14930</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Demokratie wird derzeit massiv bedroht - von innen wie außen. Als Gesellschaft sehen wir uns seit langem mit anhaltenden, sehr ernstzunehmenden sicherheitspolitischen Risiken konfrontiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese reichen von Bedrohungen durch Extremisten in und außerhalb unserer Parlamente, die auch vor Umsturzversuchen keinen Halt machen und offen über millionenfache Deportationen sinnieren, über weitreichende Spionage, Desinformation und andere Formen der gezielten staatlichen Einflussnahme von außen mit dem Ziel, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schwächen und unsere Demokratie und ihre Institutionen verächtlich zu machen, wo es nur geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei alledem ist eine Kooperation und unheilvolle Allianz derjenigen aus dem In- und Ausland, die unser demokratisches System klar ablehnen, zu beobachten. AfD und BSW tragen mittlerweile völlig unverhohlen russische Narrative in unsere Parlamente. Noch immer rechtsstaatlich nicht ausreichend regulierte soziale Netzwerke, Plattformen und Messenger vernetzen Extremisten - und wirken durch Klick- und Verwertungslogiken wie unsere Demokratie zersetzende Brandbeschleuniger.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer mehr Menschen werden Opfer von Hass und Hetze. Aus online getätigten Äußerungen werden zunehmend reale Taten. Engagierte Bürger:innen, Geflüchtete, Journalist:innen, queere Personen, Wissenschaftler:innen und andere bekommen ihn zu spüren. Und auch Politiker:innen erleben das hautnah – auch wir in Schleswig-Holstein: Angriffe auf Wahlkreisbüros und Kreisgeschäftsstellen, anhaltender Hass und Hetze gegen unserer Spitzenleute, aber auch gegen die ehrenamtlich sich engagierenden Amts- und Mandatsträgerinnen in den Kommunalparlamenten, begegnen uns beinahe täglich. Auch daher haben wir eine Ansprechstelle im Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein geschaffen, die in Kürze besetzt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diesem Hass und dieser Hetze stellen wir uns auch weiterhin entschlossen entgegen und lassen uns nicht einschüchtern! Wir sind solidarisch mit all denjenigen, die gezielt beleidigt, bedroht und verhetzt werden und so von ihrem demokratischen Engagement für das Allgemeinwohl abgehalten werden sollen. Wir setzen uns für einen noch effektiveren Schutz ein - durch gute Gesetzgebung, starke Aufsichtsbehörden, Sanktionierung und Beratung von Betroffenen. Hierbei müssen auch die großen digitalen Plattformen ihrer enormen gesellschaftlichen Verantwortung sehr viel stärker als bisher gerecht werden. Zudem braucht es weiterhin dringend einer Effektivierung der Strafverfolgung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Innere und äußere Sicherheit sind längst eng miteinander verwoben. Die zuvor bereits sehr großen Bedrohungen sind im Zuge des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine noch einmal deutlich gestiegen. Seit Beginn des jüngsten russischen Angriffskriegs auf die Ukraine erleben wir, dass unsere Kritischen Infrastrukturen, die Lebensadern unserer Gesellschaft, verstärkt in den Fokus autoritärer Staaten genommen werden. Diese machen auch vor weitreichender Sabotage in Staaten, die der ukrainischen Regierung als Unterstützer zur Seite stehen, nicht mehr Halt. Diese Operationen verfolgen das offenkundige Ziel, die eigene militärische Überlegenheit und unsere Verwundbarkeit zu demonstrieren. Diese Machtdemonstrationen sollen Unsicherheit schüren und aufzeigen, womit man im Konfliktfalle zu rechnen hat – nämlich mit dem Schlimmsten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>So erleben wir nicht nur gezielte Angriffe auf unsere digitalen Infrastrukturen, sondern zunehmend auch auf die Unternehmen und Verwaltungen in Schleswig-Holstein. Die LNG-Infrastruktur, die geschaffen wurde, um die Abhängigkeit von russischem Gas durch Importe von Flüssiggas aus anderen Ländern zu reduzieren, wurde vor Monaten bereits sabotiert. In höchstem Maße beängstigend sind auch anhaltende Drohnenüberflüge über den Industriepark in Brunsbüttel mit seinen chemischen Anlagen, Schleusen und stillgelegten Atomkraftwerken. Diese konnten bislang trotz zahlreicher Versuche von Landes- und Bundesbehörden, von Polizei und Bundeswehr, nicht unterbunden werden. Und so wird in unserem Land derzeit deutlich, was längst für weite Teile Deutschlands gilt: Einem anhaltenden und zunehmend aggressiven Agierens verschiedener autoritärer Staaten, allen voran Russlands, sehen wir uns derzeit zu schutzlos ausgeliefert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Entwicklung ist nicht vom Himmel gefallen, es wurde vielfach vor ihr gewarnt. Gerade das Bundesinnenministerium – unter der Führung von CDU/CSU und SPD - hat die Entwicklungen verschlafen. Als Grüne in Schleswig-Holstein werden wir ihr auch zukünftig nicht tatenlos zuschauen. Unter anderem braucht schleswig-holsteins Polizei dringend wirksames Gerät zur Drohnenabwehr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir können uns weder Naivität noch Ignoranz oder Tatenlosigkeit leisten. Angesichts eines extrem hohen, nochmal deutlich gestiegenen Gefährdungspotentials für Menschen, Umwelt und Wirtschaft fordern wir mehr Schutz für unser Demokratie, ihre Institutionen und die Menschen, die für sie eintreten. Unsere Demokratie muss wehrhaft bleiben und wir brauchen mehr gesellschaftliche Resilienz – auch, aber längst nicht nur mit Blick auf den verbesserten Schutz unserer Kritischen Infrastrukturen. Auch in den unser Land umschließenden Meeren liegt weitere, hochsensible Kritische Infrastruktur wie Pipelines und Datenkabel. Wir brauchen einen insgesamt verbesserten und effektiven Schutz. Er ist Kernaufgabe staatlicher Sicherheitsvorsorge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor allem das SPD-geführte Bundesinnenministerium bleibt in der Pflicht. Themen wie die rechtsstaatliche Regulierung digitaler Plattformen, die notwendige Neuaufstellung der Spionageabwehr im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) oder der Schutz Kritischer Infrastruktur müssen endlich mit der notwendigen politischen Entschlossenheit angegangen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Klar ist, dass letzterer nicht allein durch staatliche Stellen gewährleistet werden kann. Denn rund 80% der Kritischen Infrastrukturen in Deutschland liegen in privatwirtschaftlicher Hand. Darum brauchen wir gute gesetzliche Vorgaben für den Schutz physischer und digitaler Infrastrukturen und ein funktionierendes Zusammenspiel von Sicherheitsbehörden und Privatwirtschaft im föderalen System. Hier müssen die Innenministerien liefern und lange bekannte Defizite schnellstmöglich abstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der effektive Schutz vor militärischen Drohnen der neusten Generation, vor Mini-U-Booten, die an Oligarchenjachten hängen, und vor Geheimdienstkommandos kann nicht allein die schleswig-holsteinische Landespolizei leisten. Vielmehr braucht es ein gutes Zusammenspiel von Polizei(en), Nachrichtendienst(en) und Bundeswehr - und strenger Beachtung verfassungsrechtlicher Vorgaben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die für den militärischen Bereich durch Bundeskanzler Scholz vor rund zwei Jahren ausgerufene „Zeitenwende“ muss auch mit Blick auf sogenannte „hybride Bedrohungen“ endlich umgesetzt werden. Die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie beweist sich auch und gerade hier. Heute stehen wir noch immer viel zu oft wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange. Damit muss Schluss sein!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Statt sich immer wieder viel zu sehr in Symboldebatten zu verfangen, müssen wir auf längst offenbar gewordene, große sicherheitspolitische Defizite im Lichte stark gestiegener Bedrohungslagen als Rechtsstaat und wehrhafte Demokratie mit einem ganzen Maßnahmenbündel reagieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts aktueller Diskussionen um anhaltende russische Einflussoperationen dürfen dabei die ebenfalls sehr ernstzunehmenden Gefahren durch andere autoritäre Staaten wie z.B. China nicht aus dem Blick geraten. Auch darauf weisen die Nachrichtendienste und Kontrollgremien vehement hin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach Jahren der politischen Untätigkeit und dem Verfolgen einer in weiten Teilen veralteten Sicherheitspolitik sind echte Schritte zur Erhöhung der Wehrhaftigkeit unserer Demokratie überfällig. Investitionen in die Sicherheit unseres Landes und damit auch in die Wehrhaftigkeit unseres Rechtsstaats wurden lange sträflich vernachlässigt. Daher setzen wir uns als Grüne auch weiterhin dafür ein, dass die „Zeitenwende“ auch mit Blick auf die Innenpolitik umgesetzt wird. Die bisher einseitige Ausrichtung auf die Bundeswehr mit dem gleichnamigen Sondervermögen greift zu kurz, zumal dies auch schon vollständig gebunden ist und spätestens 2028 ein Milliardenloch in der Finanzplanung klafft. Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Die Schuldenbremse darf nicht zum Sicherheitsrisiko für unser Land werden, sie muss reformiert werden. Nicht nur aber auch, um nötige Investitionen in die Sicherheit umfassend und langfristig zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Hybride Bedrohungen ernst nehmen und entschlossen bekämpfen - Strukturen zur Erkennung und Abwehr ausbauen: </strong>Nach jahrelanger Untätigkeit muss den skizzierten, sehr ernstzunehmenden Bedrohungslagen v.a. in den federführenden Innenministerien auf Landes- und Bundesebene endlich die dringend notwendige politische Priorität eingeräumt werden. Die Spionageabwehr muss neu aufgestellt und weitere Schritte zum Schutz unserer Demokratie rechtsstaatlich entschlossen angegangen werden. Neben guter gesetzlicher Regulierung braucht es starke Aufsichtsbehörden auf Landes- und Bundesebene, ein verlässliches Zusammenspiel staatlicher und privater Akteure und neue Formen der Kooperation im föderalen System mit dem Ziel, Sicherheit effektiv zu erhöhen. Hierbei muss ein integrierter Sicherheitsbegriff verfolgt werden, der innere und äußere Sicherheit – unter Wahrung verfassungsrechtlicher Vorgaben - zukünftig sehr viel stärker zusammendenkt. Sowohl auf europäischer wie internationaler Ebene braucht es zudem eine verstärkte Koordination und Kooperation bei der Erkennung und Abwehr hybrider Bedrohungen. Wir begrüßen die Kooperation zwischen der Landespolizei und der Universität zu Lübeck. Wir werden die Integration der Erkenntnisse aus der einsatzbegleitenden Open Source Intelligence (OSINT) in die Sicherheitsarchitektur fördern und Schulungs- sowie Forschungsmaßnahmen unterstützen, um die Effektivität der OSINT-Techniken kontinuierlich weiter zu verbessern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Plattformregulierung entschlossen vorantreiben:</strong> Im digitalen Raum tobt ein neuer Informationskrieg. Menschen werden gezielt attackiert, gesellschaftliche Konflikte bewusst verstärkt, Diskurse intransparent verschoben und demokratische Willensbildungsprozesse bis hin zu Wahlen attackiert. Auch Cybermobbing bleibt ein großes Problem. Den Weg der rechtsstaatlichen Regulierung müssen wir konsequent fortsetzen, den europäischen Digital Services Act (DSA) sowie den Digital Markets Act (DMA) entschlossen in nationales Recht umsetzen, Aufsichtsbehörden stärken und Betroffenen mehr Hilfe zuteilwerden lassen. Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden müssen sensibilisiert und besser ausgestattet werden, um so die Rechtsdurchsetzung weiter zu effektivieren. Auch brauchen wir endlich ein Digitale Gewaltschutzgesetz auf Bundesebene, das wirksame Instrumente wie Accountsperren gesetzlich verankert. Auf EU-Ebene setzen wir uns im Wettbewerbsrecht weiter für die Begrenzung der Marktmacht digitaler Plattformen ein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Schutz von Betroffenen stärken:</strong> Wir wollen Ehrenamtliche, Journalist:innen, Feuerwehr- und Rettungskräfte, Beschäftigte von Gerichten, Polizei, Zoll und Justizvollzug sowie Mandatsträger:innen besser schützen. Mit ihrem Engagement erfüllen sie Demokratie und Rechtsstaat mit Leben und leisten einen wichtigen Dienst für das Gemeinwohl. Deshalb fordern wir unter anderem mehr Tempo bei der Reform des Bundesmeldegesetzes, um es kommunalpolitisch Engagierten zu erleichtern, eine Auskunftssperre im Melderegister eintragen zu lassen, sodass ihre privaten Adressen besser vor Missbrauch geschützt sind. Initiativen wie HateAid, die Betroffene unterstützen, brauchen eine verlässliche Finanzierung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Spionageabwehr effektivieren - Verfassungsschutzämter neu aufstellen:</strong> Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Landesamt für Verfassungsschutz Schleswig-Holstein (LfV) wollen wir mit Blick auf seine wichtige Arbeit gegen die Feinde unserer Demokratie besser aufstellen. Die anstehende Reform des Nachrichtendienstrechts auf Bundesebene und auf Landesebene in Schleswig-Holstein werden wir nutzen, um deren Arbeit, auch und gerade mit Blick auf die Spionageabwehr, zu effektivieren und die parlamentarische Kontrolle weiter zu verbessern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Landessicherheitsüberprüfungsgesetz reformieren</strong>: Die Bedrohungen können auch von innen entstehen. Wer in sicherheitsrelevanten Bereichen tätig ist, wird einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Die gesetzlichen Grundlagen bedürfen einer Modernisierung, z. B. im Hinblick auf die Bedeutung der sozialen Medien.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Desinformationskampagnen ausbremsen:</strong> Die Bundesregierung fordern wir auf, umgehend eine Desinformationsstrategie vorzulegen und weitere, konkrete Schritte anzugehen. Unter anderem bedarf es einer breit angelegten und andauernden Aufklärungskampagne, um Desinformationen im Netz wirksam zu bekämpfen und Bürger:innen über drohende Gefahren aufzuklären. Hier können wir von unseren skandinavischen und baltischen Nachbarn lernen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk als zentrale Säule der freien Meinungsbildung ist dabei ein echtes Pfund. Er muss rechtlich wie finanziell auf einer soliden Grundlage stehen. Bots und Fake-Accounts müssen entschlossen bekämpft werden. Hier sind auch die Betreiber gefragt, tätig zu werden und endlich ihrer großen gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Gleiches gilt für den effektiven Schutz von demokratischen Diskursen, auch und gerade im Kontext von Wahlen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Kritische Infrastrukturen effektiv und einheitlich schützen:</strong> Wir brauchen endlich ein KRITIS-Dachgesetz, das einen einheitlichen Schutz physischer und digitaler Kritischer Infrastruktur auf hohem Niveau garantiert. Gesetzliche Vorgaben sollten auch für die öffentliche Verwaltungen gelten. Gerade beim KRITIS-Schutz braucht es ein gutes Zusammenspiel von Sicherheitsbehörden und Privatwirtschaft im föderalen System. Zudem sollte sehr viel stärker als bisher das große Know-How zivilgesellschaftlicher Akteure wie beispielsweise der AG-KRITIS berücksichtigt werden. Gerade für die zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs), die zukünftig neu unter die Regulierung fallen werden, braucht es gute, unabhängige Beratung und Unterstützungsangebote. Auch muss der Gefahr der Ausspähung unserer TK-Netze effektiv begegnet werden, indem Anbieter aus autoritären Staaten schnellstmöglich verbannt werden. Auch der verstärkte Einsatz von freier und offener Software ist zentral, um Abhängigen zu reduzieren und staatliche Souveränität zu erhöhen. Zudem setzen wir uns für eine verbesserte Drohnenabwehr ein, um aktuellen Risiken zu begegnen. Den Ankauf von europäischer Kritischer Infrastruktur wollen wir einschränken und der EU-Kommission Möglichkeiten geben, diese im Zweifel zu unterbinden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Update der föderalen Sicherheitsarchitektur:</strong> Die Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen Jahren vieles geleistet, um sich besser auf die Herausforderungen der Zeit einzustellen, aber die Regierungen – vor allem die Innenminister:innen – in Bund und Ländern haben bisher zu wenig für eine föderale Zusammenarbeit aus einem Guss getan. Ineffektive und teils gefährliche Doppel-Strukturen und Zuständigkeiten, die den Feinden unserer Demokratie zu viele Lücken und Gestaltungsräume eröffnen, wollen wir beheben und die Aufgaben der Sicherheitsbehörden in Bund und Land stärker miteinander verschränken. Hierbei wird auch über notwendige Änderungen des Grundgesetzes, beispielsweise mit Blick auf Zuständigkeiten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Digitalen, zu sprechen sein, die die Union bisher ablehnt. Auch ist die Schaffung guter Rechtsgrundlagen für die Zusammenarbeit in den Gemeinsamen Zentren dringend nötig.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Demokratische Institutionen besser schützen:</strong> Nachdem wir die Resilienz des Bundesverfassungsgerichts in einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller demokratischen Fraktionen erhöht haben, müssen wir auch andere demokratische Institutionen, auch in Schleswig-Holstein, in den Blick nehmen und ihre Wehrhaftigkeit gerade mit Blick auf Sperrminoritäten erhöhen. Das gilt vor allen Dingen für den Landtag, die Justiz und den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk in Schleswig-Holstein. Die Debatte über die Notwendigkeit eines verbesserten Schutzes unserer demokratischen Infrastrukturen werden wir auf Landes- und Bundesebene vorantreiben. Auch und gerade die Herzkammer unserer Demokratie, die Parlamente, müssen sehr viel widerstandsfähiger gegen Angriffe werden. Wir setzen uns dafür ein, dass physische und digitalen Zugänge zu sensiblen Bereichen und Informationen besser gegen extremistische Bestrebungen und Angriffe geschützt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Demokratiefördergesetz jetzt!</strong> In der Zivilgesellschaft leisten engagierte Menschen in unterschiedlichen Initiativen eine unschätzbar wertvolle Arbeit für unsere Demokratie, die endlich auch verlässlich finanziert werden muss. Zwar ist es im Bund seit 2021 gelungen, dem BMFSFJ für das zentrale Programm „Demokratie leben!“ kontinuierlich mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. Es bleibt aber steten Angriffen der Demokratiefeinde ausgesetzt. Daher ist es höchste Zeit, dass das Demokratiefördergesetz auf den Weg gebracht wird. Die FDP auf Bundesebene muss ihre Blockade überwinden. Insgesamt brauchen wir eine ganzheitliche Präventionsstrategie, mit deren Hilfe die Ideologien der Ungleichwertigkeit und Gewalt bereits an der Wurzel bekämpft wird. Wenn wir verfassungsfeindliche Ideologien erfolgreich an der Wurzel bekämpfen wollen, brauchen wir leistungsfähige zivilgesellschaftliche Organisationen, die diese Arbeit in der Fläche leisten können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Ziviles Engagement stärken:</strong><br>
Für eine lebendige Demokratie braucht es politische Willensbildung und eine<br>
aktive Zivilgesellschaft, denn Politik ist nicht nur Sache der Parteien.<br>
Die Gemeinnützigkeit mit ihren Steuervorteilen ist wichtig für die finanzielle<br>
Unabhängigkeit und freie Betätigung von Vereinen und<br>
Nichtregierungsorganisationen.<br>
Die teils unsichere Rechtslage nach dem sogenannten Attac-Urteil hat die<br>
kritische Zivilgesellschaft geschwächt. Wir setzen uns daher für eine Reform des<br>
Gemeinnützigkeitsrechts ein, die die finanzielle Unabhängigkeit und freie Betätigung von<br>
Vereinen und Nichtregierungsorganisationen stärkt.</li></ul></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Antrag fordert einen besseren Schutz unserer kritischen Infrastrukturen.<br>
Kritische Infrastrukturen sind Einrichtungen, die für das Funktionieren unserer<br>
Demokratie wichtig sind. Ob Stromtrassen, Datenkabel im Meer, alte<br>
Atomkraftwerke oder neue Flüssiggas-Terminals - bei uns in Schleswig-Holstein<br>
gibt es davon jede Menge. Diese Infrastrukturen werden immer wieder angegriffen.<br>
Fachleute sprechen hier von Sabotage. Sie hat das Ziel, die Lebensadern unserer<br>
Gesellschaft zu zerstören. In Krisen sind wir aber auf sie angewiesen. Deswegen<br>
müssen wir sie schützen. Die Politik muss handeln. IN unserem Antrag schlagen<br>
wir verschiedene Maßnahmen für einen besseren Schutz vor. Politik, Unternehmen<br>
und Bürger*innen sollen besser zusammenarbeiten, um diese Einrichtungen zu<br>
schützen. So wird sichergestellt, dass unsere Gesellschaft auch in Krisen noch<br>
gut funktioniert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Worum geht es?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieser Antrag spricht darüber, wie wir die wichtigsten Lebensadern unserer<br>
Gesellschaft, die kritischen Infrastrukturen, besser schützen können. Das ist<br>
wichtig. Denn wenn diese Einrichtungen nicht mehr funktionieren, kann das große<br>
Probleme für alle Menschen bedeuten. Und sie werden bedroht. Von anderen<br>
Ländern, denen es nicht gefällt, dass wir der Ukraine im Krieg gegen Russland<br>
helfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was wird gefordert?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Bessere Planung und Sch</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Antrag fordert einen besseren Schutz unserer kritischen Infrastrukturen.<br>
Kritische Infrastrukturen sind Einrichtungen, die für das Funktionieren unserer<br>
Demokratie wichtig sind. Ob Stromtrassen, Datenkabel im Meer, alte<br>
Atomkraftwerke oder neue Flüssiggas-Terminals - bei uns in Schleswig-Holstein<br>
gibt es davon jede Menge. Diese Infrastrukturen werden immer wieder angegriffen.<br>
Fachleute sprechen hier von Sabotage. Sie hat das Ziel, die Lebensadern unserer<br>
Gesellschaft zu zerstören. In Krisen sind wir aber auf sie angewiesen. Deswegen<br>
müssen wir sie schützen. Die Politik muss handeln. IN unserem Antrag schlagen<br>
wir verschiedene Maßnahmen für einen besseren Schutz vor. Politik, Unternehmen<br>
und Bürger*innen sollen besser zusammenarbeiten, um diese Einrichtungen zu<br>
schützen. So wird sichergestellt, dass unsere Gesellschaft auch in Krisen noch<br>
gut funktioniert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Worum geht es?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieser Antrag spricht darüber, wie wir die wichtigsten Lebensadern unserer<br>
Gesellschaft, die kritischen Infrastrukturen, besser schützen können. Das ist<br>
wichtig. Denn wenn diese Einrichtungen nicht mehr funktionieren, kann das große<br>
Probleme für alle Menschen bedeuten. Und sie werden bedroht. Von anderen<br>
Ländern, denen es nicht gefällt, dass wir der Ukraine im Krieg gegen Russland<br>
helfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was wird gefordert?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Bessere Planung und Schutz: Wir müssen besser vorbereitet sein, wenn etwas<br>
Schlimmes passiert. Dafür soll es mehr Pläne und Maßnahmen geben, um diese<br>
wichtigen Einrichtungen zu schützen.<br>
2. Schnelle Hilfe: Wenn etwas passiert, soll die Regierung schnell und gut<br>
handeln. Es soll zum Beispiel klare Regeln geben, wer was zu tun hat, damit<br>
alles schnell wieder funktioniert.<br>
3. Zusammenarbeit: Alle sollen zusammenarbeiten, um die kritische Infrastruktur<br>
zu schützen. Das betrifft Unternehmen, die Regierung und auch die Menschen vor<br>
Ort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Warum ist das wichtig?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Gesellschaft ist abhängig von Dingen wie Strom, Wasser und Gesundheit.<br>
Wenn die Versorgung mit ihnen nicht funktioniert, sind viele Menschen in Gefahr.<br>
Deshalb müssen wir gut vorbereitet sein und sicherstellen, dass diese<br>
Einrichtungen immer gut geschützt sind. Das sind sie heute leider nicht immer.<br>
Und das wollen wir ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>utz: Wir müssen besser vorbereitet sein, wenn etwas<br>
Schlimmes passiert. Dafür soll es mehr Pläne und Maßnahmen geben, um diese<br>
wichtigen Einrichtungen zu schützen.<br>
2. Schnelle Hilfe: Wenn etwas passiert, soll die Regierung schnell und gut<br>
handeln. Es soll zum Beispiel klare Regeln geben, wer was zu tun hat, damit<br>
alles schnell wieder funktioniert.<br>
3. Zusammenarbeit: Alle sollen zusammenarbeiten, um die kritische Infrastruktur<br>
zu schützen. Das betrifft Unternehmen, die Regierung und auch die Menschen vor<br>
Ort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Warum ist das wichtig?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Gesellschaft ist abhängig von Dingen wie Strom, Wasser und Gesundheit.<br>
Wenn die Versorgung mit ihnen nicht funktioniert, sind viele Menschen in Gefahr.<br>
Deshalb müssen wir gut vorbereitet sein und sicherstellen, dass diese<br>
Einrichtungen immer gut geschützt sind. Das sind sie heute leider nicht immer.<br>
Und das wollen wir ändern.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der ganze Themenkomplex ist nicht neu und die aktuellen Entwicklungen sind nicht vom Himmel gefallen. Gemeinsam mit unseren Sicherheitsbehörden haben wir als Grüne in den vergangenen Jahren immer und immer wieder auf Besorgnis erregende Entwicklungen und Gefährdungslagen hingewiesen – auch lange schon vor dem jüngsten Angriff Russlands auf die Ukraine. Bereits im Bundestagswahlkampf 2014 haben unsere Spitzenkandidaten auf die Verwundbarkeit der Kritischen Infrastrukturen in unserem Land aufmerksam gemacht. In Beschlüssen, die wir auf Landesparteitagen gefasst haben, haben wir wiederholt auf die Risiken von gezielter staatlicher Desinformation und anderer intransparente Einflussnahmeversuchen hingewiesen, genauso auf die vom organisierten Rechtsextremismus und unregulierten sozialen Netzwerken ausgehende Gefahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bereits vor mehr als fünf Jahren haben wir als Landespartei entsprechende Beschlüsse gefasst und vehement vor den Risiken weitreichender IT-Angriffe und intransparenter Einflussnahmen auf demokratische Willensbildungsprozesse und öffentliche Diskurse gewarnt. Mit Blick auf sehr ernstzunehmende sicherheitspolitische Probleme haben wir rechtsstaatliche Entschlossenheit angemahnt und daran erinnert, dass dem Staat eine direkte, sich aus unserer Verfassung ergebende Schutzverantwortung zukommt, welcher die Bundesregierung gerecht werden muss – auch mit Blick auf den Schutz der eigenen Netze und Kritischer Infrastrukturen. Wir haben eine proaktive Politik zum Schutz von privater Kommunikation, digitaler Infrastrukturen und unserer Demokratie angemahnt und auf gänzlich neue Bedrohungslagen verwiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nun ist es dringend an der Zeit, Fehler zu korrigieren und die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie auch mit Blick auf die Erkennung und Abwehr hybrider Bedrohungen zu beweisen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Beschlüsse vergangener Landesparteitage:</strong><br>
03/19 „Für eine gute IT-Sicherheit &amp; eine wehrhafte Demokratie auch im Digitalen“<br>
10/20 „Verschwörungserzählungen keine Plattform bieten!“<br>
05/24 „Demokratie verteidigen – alle Instrumente nutzen!“<br>
05/24„Für ein Europa, das wir stärken, damit es uns schützt“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Dieser Antrag wurde auf der Sitzung der Landesarbeitsgemeinschaft Demokratie &amp; Recht am 12.09.2024 beraten und beschlossen.</em></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 13 Oct 2024 08:56:45 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B49: Vincent Schlotfeldt</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/vincent-schlotfeldt-20609</link>
                        <author>Vincent Schlotfeldt</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/vincent-schlotfeldt-20609</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/landesparteitag-sh-oktober2024/vincent-schlotfeldt-20609/viewimage?sectionId=37508" alt="Foto"><h2>Angaben</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Alter:</dt><dd>22</dd><dt>Geburtsort:</dt><dd>Kiel</dd></dl><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Moin zusammen,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>ich bin Vincent Schlotfeldt, 22 Jahre alt und wohne in Schwentinental.<br>
Ich möchte mich bei euch um einen Platz im Parteirat bewerben.<br><br>
Seit rund 5 Jahren mache ich Politik für unsere Grüne Partei. Gestartet als bürgerliches Mitglied im Umweltausschuss von Schwentinental, durfte ich nun für euch 2 Jahre lang Teil des Parteirates sein und durfte in dieser Zeit viele spannende Debatten und Diskussionen mitführen.<br>
Besonders wichtig ist mir die Perspektive junger Menschen. So brachte ich in einer Debatte über unsere Kommunikation auch ein, dass wir als Partei auch über gestiegene Dönerpreise sprechen müssen – als Symbol für stark gestiegene Lebenshaltungskosten, die vor allem junge Menschen stark belasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dass die Straßenperspektive aus der Klimabewegung weiterhin in den Parteirat getragen wird ist mir besonders wichtig. Ich möchte weiterhin eine Stimme für all diejenigen sein, die auf den Demos stehen, und sicherstellen, dass wir diese Anliegen auch weiterhin in unserer Partei mitdenken.<br>
Der Kampf um das 1,5°-Ziel ist noch längst nicht gewonnen, und als bekennender &quot;1,5°-Ultra&quot; und Verfechter einer ambitionierten Mobilitätswende möchte ich weiterhin dafür sorgen, dass diese Themen wieder stärker in den allgemeinen Fokus rücken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Neben dem Klimaschutz ist es mir ein großes Anliegen, uns Grüne offen und divers zu gestalten. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir Menschen mit beruflicher Ausbildung und ohne akademischen Hintergrund stärker einbinden. In unserer Partei braucht es eine breite berufliche Diversität, um die Gesellschaft in ihrer ganzen Vielfalt zu repräsentieren. Der Blick von Nichtakademiker*innen ist in politischen Entscheidungen viel zu oft unterrepräsentiert, wie in der Kommunikation oder den Lebensrealitäten außerhalb von akademischen Laufbahnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele sehen die Bundestagswahl mit Sorge – Ich nicht! Ich bin überzeugt, dass wir im kommenden Jahr bis zur Wahl eine gute Aufholjagd starten können. Im Parteirat möchte ich dazu beitragen, dass wir diese Chance bestmöglich nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Planung und Durchführung von Wahlkämpfen bringt mir enormen Spaß, dabei möchte ich dafür sorgen, dass wir als progressive und starke Grüne Kraft in das Wahljahr starten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Meine Erfahrungen der vergangen Jahre, aber auch die noch kommenden, möchte ich nutzen, um mit meiner jungen Perspektive unseren Parteirat und damit den Landesverband zu bereichern. Ich würde mich dafür über euer Vertrauen und eure Stimme freuen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gerne beantworte ich eure Fragen zu meinen Themen und mir und freue mich ebenso über Anregungen. Tretet gerne über meine Handynummer, die sozialen Netzwerke oder per Mail in Kontakt mit mir!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Euer Vincent</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sub><em>Für bessere Formulierungen wurde Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) genutzt.</em></sub></p></div></div><h2>Bewerbung in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hallo zusammen,<br>
ich heiße Vincent Schlotfeldt, bin 22 Jahre alt und wohne in Schwentinental. Ich möchte im Parteirat mitarbeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich mache seit fünf Jahren Politik für die Grüne Partei. Ich habe im Umweltausschuss von Schwentinental angefangen. Seit zwei Jahren bin ich im Parteirat und habe viele interessante Diskussionen geführt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mir ist wichtig, dass wir auch die Meinungen von jungen Menschen hören. Zum Beispiel habe ich in einer Diskussion gesagt, dass wir über die hohen Preise für Döner sprechen sollten. Diese Preise zeigen, dass die Lebenshaltungskosten steigen, und das belastet junge Leute.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich möchte, dass die Stimmen der Klimabewegung im Parteirat gehört werden. Ich will für die Menschen sprechen, die auf Demos sind, und dafür sorgen, dass wir ihre Anliegen in der Partei beachten. Der Kampf für das 1,5°-Ziel ist noch nicht vorbei. Ich möchte, dass wir mehr über Klimaschutz und andere Ideen für Verkehr sprechen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Außerdem finde ich es wichtig, dass unsere Grüne Partei offen und vielfältig ist. Ich möchte mehr Menschen mit verschiedenen Berufen einbeziehen, besonders solche ohne Studium. Wir brauchen verschiedene Stimmen in unserer Partei, um die Gesellschaft gut zu vertreten. Oft werden die Meinungen von Menschen ohne Studium nicht genug gehört.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Viele haben Sorge vor der Bundestagswahl. Ich nicht! Ich glaube, dass wir im nächsten Jahr einen guten Wahlkampf machen können. Im Parteirat möchte ich helfen, diese Chance zu nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich finde es toll, Wahlkämpfe zu planen und durchzuführen. Ich möchte, dass wir als starke Grüne Partei in die Wahl gehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich möchte meine Erfahrungen nutzen, um den Parteirat und unseren Landesverband zu unterstützen. Ich würde mich freuen, euer Vertrauen und eure Stimme zu bekommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn ihr Fragen zu meinen Themen oder zu mir habt, meldet euch gerne bei mir. Ihr könnt mich über meine Handynummer, soziale Netzwerke oder per E-Mail erreichen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Euer Vincent</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><sub><em>(Die Formulierungen in einfacher Sprache wurden mittels einer Künstlichen Intelligenz (KI) erstellt.)</em></sub></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich gehöre zum KV Plön</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erreichen könnt ihr mich entweder hier oder alternativ per Handy an: +49 1520 2370180<br><br>
Vielen Dank euch und bis morgen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Vincent</p></div></div><h2>Unterschrift (eingescannt)</h2><img src="/landesparteitag-sh-oktober2024/vincent-schlotfeldt-20609/viewimage?sectionId=37511" alt="Unterschrift (eingescannt)"><h2>PDF-Anhang</h2><iframe class="pdfViewer" src="/landesparteitag-sh-oktober2024/vincent-schlotfeldt-20609/embeddedpdf?file=%2Flandesparteitag-sh-oktober2024%2Fvincent-schlotfeldt-20609%2Fviewpdf%3FsectionId%3D39337"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 12 Oct 2024 13:46:25 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B50: Marcel Beutel (GJ-Votum)</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/Marcel-Beutel-GJ-Votum-5059</link>
                        <author>Marcel Beutel (KV Ostholstein)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/Marcel-Beutel-GJ-Votum-5059</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/landesparteitag-sh-oktober2024/Marcel-Beutel-GJ-Votum-5059/viewimage?sectionId=37508" alt="Foto"><h2>Angaben</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Alter:</dt><dd>21</dd><dt>Geburtsort:</dt><dd>Dortmund</dd></dl><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Moin!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hiermit bewerbe ich mich mit dem Votum der Grünen Jugend SH für unseren Platz im Grünen Parteirat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Was mich motiviert </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich bin 2021 zu den Grünen und zur Grünen Jugend gekommen. Die ganzen politischen Fragen und Diskussionen rund um Klimakrise, Gerechtigkeit, Krieg, Frieden und Extremismus haben mich schon immer interessiert und ich wollte gerne dazu beitragen etwas zu verändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Insbesondere die internationalen Krisen, wie Kriege, Ausbeutung und die Auswirkungen der Klimakrise, das Erstarken der AfD, die wachsende finanzielle/gesellschaftliche Ungerechtigkeit und der politische Stillstand Deutschlands haben mich politisiert. Auch die Probleme direkt bei uns vor Ort (wo kommt die nächste Feuerwehrwache hin? Wieso ist der Wohnraum an der Küste immer weniger bezahlbar? Warum werden junge Menschen in unserer Gemeinde übersehen?) haben meine Motivation gepusht diese anzugehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei der GJ SH und den Grünen habe ich dann unfassbar viele Menschen kennengelernt, die genau diese Ideen und Motivation teilen. Von all diesen durfte ich enorm viel lernen und freue mich jeden Tag mit so vielen zusammenarbeiten zu können, die unseren Optimismus teilen. Sei es in der Kommunalpolitik, bei der GJ SH, im Grünen Kreisverband oder in unserem Landesverband: Die Grünen und die GJ sind der richtige Ort für mich und ich habe Bock mich noch weiter einzubringen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Über politische Themen und die Grüne Jugend </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als Grüne Jugend sprechen, wir überall wo wir unterwegs, sind entscheidende Themen an. Tatsachen wie die immer weiter steigende Ungleichheit in unserer Gesellschaft, wirtschaftliche Probleme, die ausufernde Klimakrise, Diskriminierung jeglicher Art, der Rechtsruck, globale Ungerechtigkeit und letztendlich die Strukturen, welche diese auslösen und befeuern, sind Fakt. Auf diese müssen wir Antworten finden. Dabei sind wir nicht allein. Die vielen Bündnisparter*innen sind das beste Beispiel. Ob gemeinsam mit Gewerkschaften für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen, mit der Klimabewegung und anderen Jugendorganisationen auf der Straße Druck ausüben, im politischen Raum aktiv zu sein oder bei den Grünen eine starke Stimme zu sein. Alles sind Optionen, die wir nur gemeinsam füllen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Genau diese Rolle nehmen wir immer wieder war und arbeiten an all diesen Problemen. Fakt ist nämlich, dass die aktuellen Krise all diese Probleme befeuern oder begründen. Politische Fehlentscheidungen oder gefühlte fehlende Antwort verunsichern. Doch diesen können wir entgegenwirken. Dafür braucht man eine klare Haltung und Durchhaltevermögen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Soziale und gesellschaftliche Ungerechtigkeit</strong> muss endlich bekämpft werden. Faire Löhne, faire Arbeitsbedingungen, Stopp von Ausbeutung, Umverteilung, ein Sozialstaat der seinem Namen gerecht wird, Abbau von diskriminierenden Strukturen, Bildungsangebote und vieles weitere. Dafür muss gestritten werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Die Klimakrise wird derzeit nicht gestoppt</strong>. Sie ist von Ausbeutung und globaler Ungerechtigkeit nicht zu trennen. Klimaschutz muss lokal, global und sozialgerecht umgesetzt werden. Es gibt bereits Fortschritte und auf diesen müssen wir aufbauen. Wir müssen endlich Akteure in die Verantwortung nehmen und gesamtgesellschaftliche Lösungen einsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Die Asyl- und Migrationspolitik</strong> ist permanent von negativen und populistischen Erzählungen geprägt. Verschärfungen, Kürzungen und Abschiebungen scheinen in der Debatte als Allheilmittel angesehen zu werden. Rechte, konservative und liberale Kräfte pushen dies, SPD und progressive, wie die Grünen tragen diese politischen Entscheidungen mit. Wir halten dagegen, wir müssen gleichzeitig auch nachhaltige Alternativen liefern. Ob die Abschaffung von Arbeitsverboten, die Ausweitung von Integrations- und Sprachangeboten, Präventionsarbeit, Bildungsangebote, die Förderung politischer Beteiligung von Minderheiten, Abbau von Diskriminierung, der Schaffung von Gemeinschaften vor Ort, positive Erzählungen in der Debatte uvm. Überall sind Solidarität und progressive Konzepte, die die Herausforderungen annehmen, gefragt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Mit statt über Menschen reden</strong> bleibt ein wichtiger Punkt. Belehrungen wie etwas zu laufen hat, stoßen meist auf wenig Verständnis. Wir müssen zuhören, in die Gespräche gehen und verstehen, wieso Menschen denken wie sie denken. Dies erfordert Geduld. Doch bin ich fest davon überzeugt, dass man damit Verständnis schafft und Solidarität gemeinsam umsetzen kann, welche die Menschen in den Mittelpunkt stellt, statt sie gegeneinander auszuspielen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Extremismus bedroht uns alle</strong> und insbesondere Minderheiten. Die AfD und andere rechtsextremistische Organisationen gewinnen immer mehr an Zulauf. Jeden Tag muss gegen anhaltende und steigende Diskriminierung gestanden werden. Soziale Ungerechtigkeit, ein Ausspielen gesellschaftlicher Gruppen und eine Debatte, die von Hass und Hetze geprägt ist, stärkt genau diesen Extremismus. Wie immer gilt auch hier: Man stoppt Extremismus nicht in einzelnen Bereichen und kurzfristig, sondern muss ihn themenübergreifend und langfristig sehen, verstehen und bekämpfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>International denken</strong> gilt es in jedem Bereich. Außenpolitisch müssen wir Menschenrechte und Freiheit an die 1. Stelle setzen. Autoritären Regimen gilt es daher auch klar die Grenzen aufzuzeigen. Unsere Werte müssen wir verteidigen. Auch gilt internationales Denken bei konkreter Politik bei uns vor Ort. Wir leben in einer globalisierten Welt. Dies müssen wir bei unseren politischen Herausforderungen bedenken, ganz nach dem Motto „global denken, lokal handeln“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Investieren statt sparen</strong> kann nicht oft genug gesagt werden. Wir müssen endlich in Infrastruktur, wie Schulen, Unis, Wohnraum, Bus &amp; Bahn und die Menschen selbst investieren. Neoliberale Politik in allen möglichen Lebensbereiche hat nie funktioniert und wird nicht funktionieren. Sparen in der Krise oder die Schuldenbremse sind weitere Beispiele. Wer Veränderungen erreichen will, muss diese Grundsätze in den Fokus nehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Junge Menschen</strong> stehen immer wieder bei Krisen im Zentrum und werden bei politischen Entscheidungen dennoch übersehen/übergangen. Die Angst und Überforderungen sind ernst zu nehmen. Genau aus diesen Gründen müssen wir weiterhin eine Stimme für sie, und damit auch uns, sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Über die Rolle der Grünen und die Ziele im Parteirat </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Grünen haben als politische Partei eine andere Rolle als die Grüne Jugend und diese Unterschiede bleiben wichtig. Dennoch müssen wir klar und deutlich sagen: Die Entscheidungen, welche immer wieder getroffen und mitgetragen werden, können wir so nicht hinnehmen. Als Grüne Jugend haben wir nicht nur Ideen und Alternativen, sondern auch die Möglichkeiten diese bei den Grünen zu setzen. Den Parteirat sehe ich als eine davon.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Austritte des Bundesvorstandes und unseres Landesvorstandes waren eine Warnung. Und ja auch ich kann die Kritik verstehen. Doch die Zersplitterung in der politischen Landschaft und auch der Ablauf der Austritte auf Bundesebene finde ich falsch. Die Grüne Jugend und die Grünen bleibt mein politisches Zuhause und ich freue mich auf die kommende Zeit mit einem Aufbruch.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Genau deswegen möchte ich weiter einen Beitrag leisten und die innerparteiliche Debbate fördern. Klar ist, dass man nicht immer erfolgrreich sein wird, seine Ideen und Vorstellungen durchtzusetzen. Aber die Räume zu nutzen, in den Dialog zu gehen und mitzubestimmen kann nie ein Fehler sein. Neben der Grünen Jugend stehen auch die Grünen vor Veränderungen. Diese sind auch nötig. Diesen Prozess möchte ich mitgestalten und für die oberen Ziele streiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher dürfen wir Debatten im Parteirat nicht einfach verpuffen lassen. Sie müssen konkrete Ergebnisse liefern und zielgerichtet gesetzt werden. Die Basis ist der Motor dieser Partei - dies soll so bleiben und immer ausgeweitet werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Über mich</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p>Marcel Beutel, 21 Jahre alt</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p>Pronomen er/ihm</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p>In Dortmund geboren, in Scharbeutz/Ostholstein aufgewachsen und wohne seit 2022 auch in Kiel</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p>Kreisverband Ostholstein (Mitglied seit 2021), welchen ich im Grünen Kreisvorstand vertrete und seit letztem Jahr Mitglied des Kreistages</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p>Studiere derzeit Politikwissenschaften/Geschichte im 2-Fach-Bachelor (5. Semester) an der CAU in Kiel</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p>Arbeite als Werkstudent in Hamburg an einem Universitätscampus für Public Affairs und Marketing mit Schwerpunkt bei politischer Interessensvertretung, politischer Analyse und politischen Events</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p>Bin leidenschaftlicher Fußball-Fan (nur der BVB), spiele selbst immer wieder Fußball und Tennis, bin mit Freunden unterwegs, immer wieder im (politischen) Ehrenamt dabei, lese und zocke gerne und großer Fan davon sich selbst und alles nicht immer zu ernst zu nehmen</p></li></ul></div></div><h2>Bewerbung in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Unterschrift (eingescannt)</h2><h2>PDF-Anhang</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 12 Oct 2024 12:58:18 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A16 (Ä1-5): Für ein Land, das funktioniert und bezahlbar ist.</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/fur-ein-land-das-funktioniert-und-bezahlbar-ist-34581</link>
                        <author>Rasmus Andresen (KV Flensburg)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/fur-ein-land-das-funktioniert-und-bezahlbar-ist-34581</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesrepublik steht vor sehr großen Herausforderungen. Die Klimakrise und das Artensterben, Kriege in unserer Nachbarschaft und wirtschaftliche Unsicherheit prägen unsere Zeit. Wir Grüne übernehmen in diesen schwierigen Zeiten Verantwortung für unser Land. Vor Ort, in Berlin und in Brüssel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel ist, die Bundesrepublik und Europa zu einem Ort zu machen, der für alle funktioniert. Heute und Morgen. Der Schlüssel dafür liegt u.a. in einer Finanzpolitik, die die Alltagssorgen der Menschen in den Mittelpunkt rückt. Die Mehrheit der Menschen in unserem Land hat in den vergangenen Jahren unter Reallohnverlusten, steigende Mieten, teurer werdende Lebensmittel und schlechter werdende öffentliche Infrastruktur gelitten. Auf der anderen Seite besitzt eine kleine Gruppe an Superreichen fast 50% des Gesamtvermögens in der Bundesrepublik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Grünes Ziel ist es, politische Antworten auf die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft zu formulieren. Mit dem Deutschlandticket, der Mindestlohnerhöhung oder der Gaspreisbremse haben wir Grüne in den verganenen Jahren immer wieder konkrete Verbesserungen durchgesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne treten für einen Ausbau öffentlicher Infrastruktur, Zugang zu guter Gesundheit, bezahlbares Wohnen und für höhere Löhne ein. Wir rücken soziale Politik in den Mittelpunkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Investitionspaket.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Einklang u.a. mit dem BDI, der einen gesamtstaatlichen Investitionsbedarf von rund 400 Mrd. Euro öffentlichen Investitionen Euro diagnostiziert, schlagen wir ein Investitionspaket für gute Infrastruktur vor und reformieren dafür die Schuldenbremse. Im Land setzen wir mit dem IMPULS Programm seit Jahren erfolgreich Akzente und modernisieren unsere Infrastruktur, jetzt muss der Bund nachziehen. Öffentliche Investitionen in Krankenhäuser, bezahlbares Wohnen, Schulen, die Energiewende und unser Schienennetz haben für uns eine hohe Priorität.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gute Löhne.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer arbeitet muss davon leben und fürs Alter vorsorgen können. Gerade als schleswig-holsteinische Grüne wissen wir wie wichtig Lohngerechtigkeit ist. Schleswig-Holstein ist westdeutscher Lohnkeller. Deshalb kämpfen wir für ein starkes Tariftreuegesetz, einen Mindestlohn von 16 Euro und die Kopplung von Fördermitteln an Unternehmen mit Tarifbindung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Klimageld einführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um soziale Schieflagen in der Klimapolitik durch höhere CO2 Preise zu vermeiden, wollen wir die Erhöhung des CO2 Preises an die Einführung eines Klimagelds koppeln. Wir brauchen höhere CO2 Preise als effizientes Instrument für die Klimapolitik, die Lasten müssen sozial aber fair verteilt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bezahlbare Mieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir schaffen einen bundesweiten Mietendeckel, investieren deutlich stärker in bezahlbares Wohnen und begrenzen die Renditeausschüttung der großen Wohnkonzerne mit einem Renditedeckel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bürger*innenversicherung für Gesundheit und Pflege.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aktuell haben wir eine Zwei-Klassen-Medizin für privat und gesetzlich Versicherte. Unser Ziel ist eine solidarisch finanzierte Bürger*innenversicherung, in der jede*r unabhängig vom Einkommen die Versorgung bekommt, die er*sie braucht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bund-Länder-Pakt „mentale Gesundheit”.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir schlagen einen Bund-Länder-Pakt für mentale Gesundheit vor. Alle jungen Menschen sollen das Recht und die Möglichkeit bekommen, sich psychologisch beraten zu lassen. Therapieplätze, Beratungsstrukturen und die Ausbildung von Fachpersonal müssen stark ausgebaut werden. Auch in der Schule muss das Thema „mentale Gesundheit“ im Curriculum berücksichtigt werden .</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Superreiche stärker besteuern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verteilungsungleichheit schadet unserer Demokratie. Wir setzen uns deshalb für eine Vermögenssteuer für Superreiche sowie eine Reform der Erbschaftssteuer ein. Sehr hohe Vermögen bzw. Erbschaften sollten stärker besteuert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Steuerschlupflöcher dichtmachen, Cum-Cum- und Cum-Ex-Gelder zurückholen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch Steuerbetrug und missbräuchliche Steuergestaltungen gehen der öffentlichen Hand jährlich Milliarden Euro verloren. Die steuer- und strafrechtliche Aufarbeitung muss konsequent, umfassend und zügig vorangetrieben werden, wobei der Bund in der Verantwortung steht, die Länder dabei besser zu unterstützen und die Länder die Gelder konsequenter zurückfordern müssen. Bei der Rückforderung der angerechneten Kapitalertragsteuer (Cum Cum und Cum Ex-Betrug) liegen zum Teil noch eklatante Versäumnisse vor – da ist es auf Bundesebene zu prüfen, wie eine bessere Rückholung der Steuergelder ermöglicht werden kann. Die Steuerfahndung muss bedarfsgerecht ausgebaut und die Steuerschlupflöcher müssen konsequent geschlossen werden. Es darf keine &quot;rechtsfreien Räume&quot; für die Finanzbetrüger geben - auch und gerade, wenn diese wie beim Cum Cum und Cum Ex-Betrug sehr vermögend und einflussreich sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Funktionsfähige Kommunen: Altschuldenfonds für Kommunen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Kommunen brauchen Luft zu Atmen. Deshalb schlagen wir für hoch verschuldete Kommunen einen Altschuldenfonds vor, der den Kommunen die Perspektive gibt finanzpolitisch handlungsfähig zu werden.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 12 Oct 2024 03:05:29 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B48: Steffen Regis</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/Steffen-Regis-58142</link>
                        <author>Steffen Regis (KV Kiel)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/Steffen-Regis-58142</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/landesparteitag-sh-oktober2024/Steffen-Regis-58142/viewimage?sectionId=37508" alt="Foto"><h2>Angaben</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Alter:</dt><dd>35</dd><dt>Geburtsort:</dt><dd>Horb am Neckar</dd></dl><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Liebe Freund*innen,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>&quot;Hoffnung ist harte Arbeit&quot;, schreibt Luisa Neubauer in ihrem Buch &#039;Gegen die Ohnmacht&#039;. In einer Zeit der Allgegenwärtigkeit von Klimakrise und Kriegen, des grassierenden Hasses und vieler Alltagssorgen, da ziezieht auch Erschöpfung und Resignation auf. Auch bei vielen politisch aktiven Menschen, auch in unserer Partei und gelegentlich auch bei mir. Aber wenn es stimmt, dass die dringend nötige Veränderung, für die wir Grüne so eindeutig wie keine andere Partei standen und immer noch stehen, nur mit einer positiven und die Menschen begeisternden Zukunftsvision gelingt, dann braucht es dafür unsere Hoffnung. Aber: Hoffnung ist harte Arbeit. Also bewerbe ich mich, um gemeinsam mit euch im Parteirat einen Beitrag zu dieser harten Arbeit zu leisten, die vor uns liegt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn wir Grüne es schaffen, in aller gebotenen Ernsthaftigkeit aber auch mit Freude und neuem Kampfgeist zusammen zu arbeiten, zu diskutieren und auch zu streiten, dann bin ich mir sicher, können wir uns durch diese aktuell eher schwierige Zeit manövrieren.</p></div></div><h2>Bewerbung in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Unterschrift (eingescannt)</h2><h2>PDF-Anhang</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 12 Oct 2024 01:27:33 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B47: Iris Brückner</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/Iris-Bruckner-49653</link>
                        <author>Iris Brückner (KV Schleswig-Flensburg)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/Iris-Bruckner-49653</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/landesparteitag-sh-oktober2024/Iris-Bruckner-49653/viewimage?sectionId=37508" alt="Foto"><h2>Angaben</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Alter:</dt><dd>56</dd></dl><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bewerbung als stellvertretende Delegierte zum EGP-Congress</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Liebe Teilnehmer*innen des Landesparteitags,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>überraschend hat sich mir die Chance eröffnet, als stellvertretende Delegierte zum Kongress der European Green Party zu kandidieren. Anders als die Kandidierenden für die Delegiertenpositionen habe ich keine persönliche Erfahrung auf dem internationalen politischen Parkett, mein großes Interesse gilt jedoch der Außen- und insbesondere auch der europäischen Politik. Ich bin deshalb auch Delegierte zur BAG Frieden und Internationales und Ersatzdelegierte zur BAG Europa und habe in den letzten Jahren an vielen Sitzungen und Tagungen teilgenommen, interessante Einblicke gewonnen und auch an spannenden Projekten mitgewirkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Von Beruf bin ich Rechtsanwältin und habe während meines Studiums Europa- und Völkerrecht gehört und auch die fachspezifischen Fremdsprachenprüfungen in Englisch und Französisch abgelegt. Beide Sprachen spreche ich auch heute noch fließend, dazu noch etwas Italienisch für den Hausgebrauch.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Politisch tätig bin ich für die GRÜNEN außerdem aktuell als Ratsfrau in der Schleswiger Ratsversammlung, was mich auch in Kontakt mit der konkreten Umsetzung europäischer Projekte oder Fördermaßnahmen in der Praxis (und deren Schwierigkeiten) vor Ort bringt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich bin überzeugte Europäerin, aufgewachsen im Grenzgebiet von Bayern zu Österreich und nun schon seit Langem im Grenzgebiet Schleswig-Holsteins zu Dänemark lebend - ich habe in meiner Jugend die Grenzkontrollen ständig erlebt und weiß deshalb unser gemeinsames, offenes Europa umso mehr zu schätzen. Ich sehe allerdings auch, wie es hier gerade wieder rückwärts geht, Kontrollen wieder eingeführt werden, einzelne Staaten die europäische Gesetzgebung missachten bis hin zu Tendenzen in unserer bundesdeutschen Opposition, dies ebenfalls zu tun. Staaten wie Ungarn sind einem rechtsnationalen Regime anheimgefallen - Staaten wie Polen haben sich daraus aber auch wieder befreit, auch wenn dies womöglich noch auf wackligen Beinen steht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir demokratischen Europäer*innen müssen an diesem großartigen Projekt festhalten und weiter daran arbeiten, die Zusammenarbeit zu verstärken, wir müssen überbordende Bürokratie abbauen und Verfahrensregeln ändern, die europäische Entscheidungen zu leicht blockieren. Gleichzeitig müssen wir den rechten Populisten die Stirn bieten und zeigen, dass es besser geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch, damit ich daran etwas mitwirken kann, bewerbe ich mich um diese Position.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Grüne Grüße aus Schleswig sendet Euch</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Iris Brückner</p></div></div><h2>Bewerbung in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Unterschrift (eingescannt)</h2><h2>PDF-Anhang</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 23:05:45 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A13, A18     geeint: Für ein freies Europa! – Für offene Grenzen im deutsch-dänischen Grenzland</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/fur-ein-freies-europa-fur-offene-grenzen-im-deutsch-danischen-grenz-9492</link>
                        <author>KV Flensburg, Rasmus Andresen (KV Flensburg), Steffen Regis (KV Kiel), Kreisvorstand Nordfriesland</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/fur-ein-freies-europa-fur-offene-grenzen-im-deutsch-danischen-grenz-9492</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Schleswig-Holstein stehen wir für ein offenes,grenzüberschreitendes und barrierefreies Miteinander im deutsch-dänischenGrenzland. Vor diesem Hintergrund möge der Landesparteitag beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Schleswig-Holstein sprechen sich entschieden gegen die von Bundesinnenministerin Nancy Faeser angeordneten temporären Grenzkontrolle an der deutsch-dänischen Grenze aus. Wir fordern daher die Grüne Landtagsfraktion, die Mitglieder der Landesregierung sowie die Grünen Mitglieder des Bundestages dazu auf, eine Ausweitung und Verstetigung der Grenzkontrollen zu verhindern. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Forderungen aus rechten und Teilen konservativer Kreisen nach dauerhaften stationären Grenzkontrollen oder sogar -schließungen sind Angriffe auf das Schengener Abkommen und damit die Grundidee eines freien, grenzenlosen Europas – eine der zentralen Errungenschaften des Zusammenwachsens in Europa. Deshalb kritisieren wir auch die neuesten Äußerungen der Bundesinnenministerin am Rande des Treffen der EU-Innenminister*innen, die Grenzkontrollen an unserer Grenze fortzusetzen, bis eine Lösung an den EU-Außengrenzen umgesetzt ist. Damit kündigt Nancy Faeser de facto stationäre Kontrollen für die kommenden Jahre an. Dies ist nicht nur EU-rechtswidrig, sondern ein massiver Rückschritt für das grenzüberschreitende Zusammenleben zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark. Populistische, den Werten unseres Grundgesetzes und der europäischen Einigung widersprechende Forderungen können niemals ernsthafte politische Maßnahmen zur Terrorbekämpfung sein. Wir Grüne bekennen uns klar zum Prinzip offener Grenzen in Europa.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schleswig-Holstein, als Grenzland zu Dänemark, lebt von der offenen Grenze zu unseren dänischen Nachbar*innen. Das deutsch-dänische Grenzland ist historisch und kulturell eng miteinander verflochten. Beide Seiten der Grenze beheimaten autochthone Minderheiten, die in dieser Region ihre Identität und einen lebendigen Austausch pflegen. Außerdem zeichnet sich unsere Grenzregion durch eine besondere wirtschaftliche Dynamik aus, die durch den freien Personen- und Warenverkehr im Rahmen der europäischen Freizügigkeit gewachsen ist. Der tägliche kulturelle Austausch, wissenschaftliche Kooperationen, bilaterale Freundschaften und familiäre Verbindungen sind das Fundament einer lebendigen und vielfältigen Gemeinschaft, die sich über die Grenzen hinweg entwickelt hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Schleswig-Holstein lehnen wir jegliche Maßnahmen ab, die dieses sensible Gefüge beeinträchtigen. Die angeordneten Grenzkontrollen stellen eine massive Einschränkung dieser Errungenschaften im Sinne des Schengener Grenzkodexes dar.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schon die aktuell etablierten Kontrollen sorgen hier und insbesondere in anderen Regionen Deutschlands für lange Staus, Verzögerungen in den Lieferketten und sind eine Belastung für Pendler*innen und Unternehmen. Dauerhafte Grenzkontrollen würden unserer und anderen Grenzregionen erheblich schaden. Inzwischen zeigt sich: Auch der gewünschte Erfolg lässt sich nicht nachweisen: Dabei ist schon aus praktischen Erwägungen offensichtlich, dass sich 3.876 km Landesgrenze nicht lückenlos überwachen lassen. Die von Bundesinnenministerin Nancy Faeser adressierten Herausforderungen des internationaler Kriminalität und Terrorismus lassen sich durch Grenzkontrollen nicht angemessen bewältigen. Vielmehr bedarf es einer neuen europäischen Sicherheitsarchitektur, die auf Zusammenarbeit ausgerichtet ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Hauptverantwortung für die Einhaltung von EU-Gesetzen liegt bei der EU-Kommission. Es kann daher nicht sein, dass die EU-Kommission die Umsetzung des EU-Rechts ignoriert und immer wieder grünes Licht für die Verlängerungen von Grenzkontrollen gibt.<br>
Die EU-Kommission muss dringend das Gespräch mit den Mitgliedstaaten suchen und darf weitere Verlängerungen von Grenzkontrollen nicht mehr akzeptieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Terrorgefahr ernsthaft bekämpfen - Sicherheit durch Zusammenarbeit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Islamismus lässt sich nicht durch Grenzschließungen oder Asylrechtsverschärfungen bekämpfen. Das zu behaupten, ist purer Populismus. Die Gefahren des islamistischen Terrors rein zu einer Frage der Migrationspolitik zu machen, spaltet unsere Gesellschaft und gießt Wasser auf die Mühlen der rechten Hetzer*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verfassungsfeind*innen agieren längst international. Dieser Herausforderung müssen wir mit europaweit besser vernetzten und gemeinsam agierenden Sicherheitsbehörden begegnen, denn die Zusammenarbeit zwischen den Behörden Deutschlands und unserer europäischen Nachbarn ist wirkungsvoller als nationale Alleingänge. Mit der Idee einer europäischen Nachrichtendienstagentur, einem europäischen Kriminalamt, das über eigene Ermittlungsteams verfügt, sowie zusätzlichen Kompetenzen für die Europäische Staatsanwaltschaft haben wir Grüne auf Bundesebene konkrete Vorschläge gemacht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn es um die wirkungsvolle Bekämpfung von internationaler Kriminalität geht, dann können anlassbezogen mobile Grenzkontrollen für uns ein Teil davon sein. Diese sind weniger personalintensiv, flexibler und können rechtssicher durchgeführt werden. Zusätzlich befürworten wir die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Polizeien der europäischen Länder, wie dies an einigen Grenzen bereits erfolgreich im Kampf gegen schwerste Kriminalität praktiziert wird.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für ein freies Europa! – Für offene Grenzen zwischen Deutschland und Dänemark</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Partei <strong>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN</strong> in Schleswig-Holstein ist gegen die neuen Kontrollen an den Grenzen, vor allem an der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark. Diese Kontrollen hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser angeordnet. Wir wollen, dass diese Kontrollen nicht länger dauern oder ausgeweitet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einige rechte und konservative Gruppen wollen dauerhafte Grenzkontrollen oder sogar Grenzschließungen. Das ist ein Angriff auf das Schengener Abkommen. Das Abkommen sorgt für offene Grenzen in Europa. Offene Grenzen sind wichtig für ein freies Europa.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nancy Faeser hat gesagt, dass die Kontrollen weitergehen sollen, bis es eine Lösung an den Außengrenzen der EU gibt. Das könnte bedeuten, dass die Kontrollen noch viele Jahre bleiben. Das ist gegen die Regeln der EU und schlecht für die Menschen, die an der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark leben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Warum offene Grenzen wichtig sind</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schleswig-Holstein liegt an der Grenze zu Dänemark. Die offene Grenze hilft uns. Das Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark hat eine lange gemeinsame Geschichte. Die Menschen dort sprechen miteinander, arbeiten zusammen und pflegen ihre Kultur. Auch die Wirtschaft wächst durch den freien Handel und das Reisen ohne Grenzkontrollen. Viele Familien, Freund*innen und Kolleg*innen leben auf beiden Seiten der Grenze. Wir Grüne wollen keine Maßnahmen, die diese Gemeinschaft zerstören. Die Grenzkontrollen machen das Leben schwerer.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Probleme mit den aktuellen Grenzkontrollen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Grenzkontrollen sorgen für lange Staus und machen es für Firmen schwieriger, Waren zu liefern. Auch die Menschen, die jeden Tag zur Arbeit pendeln, sind betroffen. Dauerhafte Kontrollen wären ein großes Problem für die Region.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Außerdem zeigen die bisherigen Kontrollen keinen Erfolg. Es ist unmöglich, alle Grenzen genau zu überwachen. Terrorismus und Kriminalität kann man nicht mit Grenzkontrollen stoppen. Wir brauchen eine bessere Zusammenarbeit in Europa, um für Sicherheit zu sorgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zusammenarbeit statt Grenzkontrollen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Islamistischer Terrorismus lässt sich nicht durch Grenzschließungen bekämpfen. Das ist Populismus und schadet unserer Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Terrorist*innen arbeiten international zusammen. Deshalb müssen die Sicherheitsbehörden in Europa besser zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit zwischen den Polizist*innen und Sicherheitsbehörden in Europa ist wichtiger als Kontrollen an den Grenzen. Wir Grüne haben Vorschläge gemacht: Eine europäische Sicherheitsbehörde und ein europäisches Kriminalamt mit eigenem Personal.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Manchmal können auch kurzfristige und mobile Grenzkontrollen sinnvoll sein. Diese brauchen weniger Personal und können schneller eingesetzt werden. Außerdem unterstützen wir die Zusammenarbeit zwischen den Polizeien in Europa, wie es an einigen Grenzen schon erfolgreich gemacht wird.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 21:37:47 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D2-Ä1: Gerichtsstrukturreform</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74294/amendment/82853</link>
                        <author>Jan Kürschner (KV Kiel)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74294/amendment/82853</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_38240_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 1 bis 3:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Der Landesverband von Bündnis90/ Die Grünen spricht sich gegen die geplante Schließung<br>von Justizstandorten im Land aus.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen bedauert, dass mit der geplanten Justizstrukturreform die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag, die Gerichtsstandorte Schleswig-Holsteins grundsätzlich zu erhalten, nicht eingehalten werden kann.<br><br>Der Landesverband von Bündnis90/Die Grünen wird die in Aussicht gestellte Reform der Gerichtstruktur dennoch kritisch und konstruktiv begleiten.<br><br>In dem offenen Prozess der Betrachtung der Amtsgerichte muss genau auf die Zahlen geschaut und der sozialen Verträglichkeit von Reformmaßnahmen eine hohe Priorität eingeräumt werden. Es bedarf hier eines ausführlichen Kommunikationsprozesses innerhalb und außerhalb der Justiz und der Betrachtung der lokalen Gegebenheiten, um zu guten Lösungen zu finden. Wir wünschen uns, dass das Justizministeriumdiesen Weg nun weitergeht und in engem Austausch mit Justiz und Betroffenen an sinnvollen Lösungen arbeitet.<br><br>Es gibt bereits eine Praxis der Gerichtstage in der Arbeits- und der Sozialgerichtsbarkeit, die ihre Verhandlungen in den Gerichtsälen der Amtsgerichte Schleswig-Holsteins durchführen. Wir sprechen uns für einen Ausbau dieser Praxis aus, damit auch in der Fläche die Justiz weiterhin aufrechterhalten wird.<br><br>Der Landesverband begrüßt, dass nicht beim Personal, sondern an den Justizgebäuden gespart werden soll. Wir sprechen uns dafür aus, dass der im Koalitionsvertrag vereinbarte Personalaufbau in der Justiz und insbesondere bei den Staatsanwaltschaften fortgesetzt wird.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 17:51:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Änderungsantrag zu D2: Gerichtsstrukturreform</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74294/amendment/82851</link>
                        <author>Jan Kürschner (KV Kiel)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74294/amendment/82851</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_38240_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 1 bis 3:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Der Landesverband von Bündnis90/ Die Grünen spricht sich gegen die geplante Schließung<br>von Justizstandorten im Land aus.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen bedauert, dass mit der geplanten Justizstrukturreform die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag, die Gerichtsstandorte Schleswig-Holsteins grundsätzlich zu erhalten, nicht eingehalten werden kann.<br><br>Der Landesverband von Bündnis90/Die Grünen wird die in Aussicht gestellte Reform der Gerichtstruktur dennoch kritisch und konstruktiv begleiten.<br><br>In dem offenen Prozess der Betrachtung der Amtsgerichte muss genau auf die Zahlen geschaut und der sozialen Verträglichkeit von Reformmaßnahmen eine hohe Priorität eingeräumt werden. Es bedarf hier eines ausführlichen Kommunikationsprozesses innerhalb und außerhalb der Justiz und der Betrachtung der lokalen Gegebenheiten, um zu guten Lösungen zu finden. Wir wünschen uns, dass das Justizministeriumdiesen Weg nun weitergeht und in engem Austausch mit Justiz und Betroffenen an sinnvollen Lösungen arbeitet.<br><br>Es gibt bereits eine Praxis der Gerichtstage in der Arbeits- und der Sozialgerichtsbarkeit, die ihre Verhandlungen in den Gerichtsälen der Amtsgerichte Schleswig-Holsteins durchführen. Wir sprechen uns für einen Ausbau dieser Praxis aus, damit auch in der Fläche die Justiz weiterhin aufrechterhalten wird.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 17:43:52 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B46: Anna Tranziska</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/Anna-Tranziska-10393</link>
                        <author>Ann-Kathrin Tranziska (KV Pinneberg)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/Anna-Tranziska-10393</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/landesparteitag-sh-oktober2024/Anna-Tranziska-10393/viewimage?sectionId=37508" alt="Foto"><h2>Angaben</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Alter:</dt><dd>50</dd><dt>Geburtsort:</dt><dd>Hamburg</dd></dl><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Liebe Freund*innen,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>bereits in den letzten Jahren habe ich uns als Erstazdelegierte erst auf dem LaVo-Platz &amp; die letzten beiden Jahre auf dem Basisplatz im Länderrat vertreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Länderrat ist meistens sehr intensiv und bietet die Möglichkeit sich mit anderen Landesverbänden kurzzuschließen und unsere nordgrüne Sicht auf die Dinge in die Bundespartei zu tragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die 5 Jahre als Landesvorsitzende bin ich in der Partei gut vernetzt und würde dieses Amt sehr gern noch 2 weitere Jahre innehaben, um dieses Netz weiter für uns in Schleswig-Holstein zu nutzen. I</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Meldet Euch bei Fragen gern bei mir</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eure Anna</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>0173-3013207</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="mailto:tranziska@posteo.de">tranziska@posteo.de</a></p></div></div><h2>Bewerbung in leichter oder einfacher Sprache</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Liebe Freund*innen,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>beim Länderrat treffen sich zwischen den großen Parteitagen die Grünen aus allen Bundesländern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich war schon oft beim Länderrat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Da ich beim Länderrat viele Leute kenne, konnte ich dort immer gute Gespräche führen und für uns aus dem Norden verhandeln oder eine Rede halten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das würde ich gern weitermachen und hoffe ihr wählt mich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eure Anna</p></div></div><h2>Unterschrift (eingescannt)</h2><h2>PDF-Anhang</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 16:15:44 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A10 (Ä1,3-6): Migrationspolitische Schwerpunkte auf Landesebene </title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/migrationspolitische-schwerpunkte-auf-landesebene-41677</link>
                        <author>Aminata Touré (KV Neumünster)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/migrationspolitische-schwerpunkte-auf-landesebene-41677</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Migrationspolitische Schwerpunkte auf Landesebene </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die migrationspolitische Debatte dominiert seit Wochen und Monaten den öffentlichen Diskurs. Im Fokus stehen hierbei Fragen wie, wie Deutschland weniger Menschen aufnehmen kann, Zurückweisungen an Grenzen forciert werden können und wie die Zahl der Rückführungen erhöht werden kann. Zeitgleich führt der zunehmende Überbietungswettbewerb von Abschottung und Abgrenzung dazu, dass viele Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte sich zunehmend die Frage stellen, ob sie als Teil der Gesellschaft akzeptiert und respektiert werden.<br>
Dass die Zahlen derer, die bei uns Schutz suchen, weiterhin hoch, aber geringer als im Vorjahr sind, ist ein Spiegel der Weltlage. Weltweit sind laut UNCHR 120 Millionen Menschen auf der Flucht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ton, in der diese Auseinandersetzung stattfindet, besorgt uns: Pauschalisierungen, Emotionalisierungen, schrille Parolen, das Missachten von Grundgesetz und Europäischen Zusammenhalt und die Vermischung von Extremismusbekämpfung und Asylrechtsverschärfungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als BÜNDNIS/90 DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein sehen wir uns in der Verantwortung, klar Haltung zu zeigen für eine faire Asyl- und Migrationspolitik, eine sachliche Debatte zu führen und darzustellen, welche Aufgaben Regierungen und Parlamente in einer solchen Zeit haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb setzen wir uns als BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein für folgende migrationspolitische Schwerpunkte ein:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Ankommen in Würde </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns sind das Recht auf Asyl und die Rechte von Flüchtlingen nicht verhandelbar. In der heutigen Zeit scheint es notwendig, sich zu diesemdiesen in der Genfer Flüchtlingskonvention, in der Europäischen Menschenrechteskonvention, in der EU-Grundrechtscharta und im Grundgesetz verbriefte Rechtverbrieften Rechte uneingeschränkt zu bekennen. Dies bedeutet für uns, dass das Recht, einen Asylantrag zu stellen, Schutz zu erhalten und unterstützende Leistungen zu erhalten, um würdig leben zu können, nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern auch Ausdruck unseres rechtsstaatlichen Handelns ist.<br>
Damit das gelingen kann, braucht es ausreichend Plätze von Infrastruktur, die das Erlenen der Sprache, Beratung, Betreuung und medizinische Versorgung sicherstellt.[Zeilenumbruch]<br>
Es braucht deshalb für Schleswig-Holstein ein dauerhaftes und atmendes Standortkonzept für Erstaufnahmeeinrichtungen, das sich sowohl an den Zahlen der zu uns kommenden Geflüchteten orientiert und wiederumals auch berücksichtigt, dass die Kommunen, in deren Gemeinde sich die Standortgemeinde für Erstaufnahmeeinrichtungen sindbefinden, besondere Unterstützung brauchen, um die diese Aufgabe für Schleswig-Holstein zu übernehmen. Eine möglichst schnelle Kreisverteilung für Menschen mit Bleibeperspektive halten wir nach wie vor für die Grundvoraussetzung für Ankommen und Teilhabe an dieser Gesellschaft.<br>
Außerdem machen wir uns stark für eine unabhängige und individuelle Asylverfahrensberatung und arbeiten weiterhin daran, dass Flüchtlinge mit einem besonderen Schutzbedürfnis - wie beispielsweise traumatisierte Flüchtlinge oder Flüchtlinge mit Behinderungen - bereits in den Erstaufnahmeeinrichtungen indentifiziert und die erlangten Informationen an die aufnehmenden Kommunen weitergeleitet werden. Auf diese Weise wollen wir gewährleisten, dass einerseits eine lückenlose Betreuung dieser Flüchtlinge stattfinden und andererseits die Kommune sich auf ihre Ankunft vorbereiten kann.<br>
In dieser Hinsicht wollen wir die Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen in den Erstaufnahmeeinrichtungen insbesondere im Hinblick auf Psychotrauma, fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Zugang zu Arbeit von Beginn an </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass die beste Form der Integration die ist, die es Menschen ermöglicht, selbstständig für sich und die eigene Familie zu sorgen und sich von Sozialleistungen unabhängig zu machen. Viele geflohene Menschen haben den Wunsch, beruflich schnell Anschluss zu finden, ihre Qualifikation und Fertigkeiten hier einzubringen und möchten ihre Zeit und Energie in das eigene Fortkommen stecken.<br>
Wir wollen den Zugang zu Arbeit und Ausbildung so schnell wie möglich ermöglichen.<br>
Deshalb wollen wir zum einen, dass das Land sein Pilotprojekt zur Arbeitsvermittlung in den Erstaufnahmeeinrichtungen perspektivisch auf alle Erstaufnahmeeinrichtungen für alle Menschen mit guter Bleibeperspektive ausgeweitet. So erhalten alle ab dem ersten Tag die Möglichkeit einer Arbeitsmarktberatung. Seit April findet das Pilotprojekt in Boostedt und Rendsburg statt. In 8 Schritten soll es in die Arbeitsvermittlung kommen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Prüfung des Asylstatus und Voraussetzungen für die Arbeitsmarktintegration (für Menschen, die eine gute Bleibeperspektive haben, zwischen 18-63 Jahre, Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan)<br>
2. Gesprächsangebot beim Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge (Fragebogen zu Grundkompetenzen mit Schwerpunkt auf soziale und pflegerische Berufe)<br>
3. Auswertung durch die Bundesagentur für Arbeit<br>
4. Beratungsgespräch mit dem Jobcenter vor Ort in der Erstaufnahmeeinrichtung<br>
5. Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter und Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge beraten weiteres verfahren<br>
6. Integrationsorientierte Verteilung in den dauerhaften Wohnort mit Jobperspektive<br>
7. Übermittlung der Daten an das Jobcenter und Zuwanderungsbehörde<br>
8. Erfolgreiche Vermittlung in den Arbeitsmarkt und Perspektive auf eigenständiges und selbstbestimmtes Leben</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum Zweiten braucht es aber noch weitere Erleichterungen, damit die Arbeitsaufnahme erfolgen kann. Viele Menschen haben ein konkretes Beschäftigungsangebot und scheitern an den langen behördlichen Wartezeiten. Das ist sowohl für die geflüchteten Menschen, für die potenziellen Arbeitgeber*innen und Ausbildungsbetriebe als auch für die Sachbearbeitenden in den Behörden stark belastend. Hier brauchen wir dringend Verbesserungen und werden uns auf Bundes- und Landesebene für einen Bürokratieabbau und beschleunigte Verfahren einsetzen – insbesondere bei der Erteilung der Beschäftigungserlaubnis und der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie von unserem Vizekanzler Robert Habeck im Kontext der Haushaltsverhandlungen auf Bundesebene vereinbart, werden wir die Einführung einer Genehmigungsfiktion unterstützen, so dass die Arbeitsaufnahme als genehmigt erklärt wird, wenn Zuwanderungsbehörden nicht innerhalb von 14 Tagen widersprechen. Die Entlastung unserer Kommunen wäre enorm und ein großes Hemmnis im Arbeitsmarktzugang für viele Menschen beseitigt. Wir machen uns hierfür stark!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Freiwillige Ausreise und Rückführungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch wenn auf Bundesebene weitreichende und zu begrüßende Gesetze verabschiedet wurden, wie zum Beispiel das Chancenaufenthaltsrecht oder das neue Staatsangehörigkeitsrecht, sodass mehr Menschen die Möglichkeit haben ihren Aufenthalt hier zu verfestigen und perspektivisch die deutsche Staatsangehörigkeit zu erhalten, so sind wir uns im Klaren darüber, dass nicht jeder Mensch, der einen Asylantrag stellt, die Bedingungen dafür erfüllt und bleiben kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass die freiwillige Ausreise das beste und humanste Instrument ist, wenn ein Aufenthalt beendet werden muss. Dafür müssen ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit Rückkehrprogramme in umfangreichen Maße stattfinden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass in der Vergangenheit weitreichende Gesetze zu Rückführungen auf Bundes- und EU-Ebene beschlossen wurden, die zu harten Verschärfungen führen werden: Zuletzt das Rückführungsverbesserungsgesetz im Februar dieses Jahres und gerade auf europäischer Ebene die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. Diese Entwicklung war und ist für unsere Partei sehr schmerzhaft. Weitere Verschärfungen dürfen nicht folgen.<br>
Statt weiterer Gesetzesänderungen, braucht es nun vor allem die Umsetzung geltenden Rechts und eine kritische Überprüfung dessen.<br>
Bundesweit stellen wir Vollzugsdefizite mit Blick auf Rückführungen fest, trotz sich ständig ändernder und verschärfender Rechtslage. Deshalb sind wir davon überzeugt, dass eine Bündelung von bestimmten Personengruppen eine Entlastung für die kommunalen Behörden bedeuten könnte. Wir wollen deshalb, dass künftig Rückführungsfälle von ausländischen mehrfach Intensivtäter gebündelt in Zuständigkeit des Landes übergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns als Grenzregion zu Dänemark sind Grenzkontrollen ein Problem, darauf hat die Landesregierung in den letzten Jahren immer wieder hingewiesen. Dauerhafte Grenzkontrollen verhindern illegalen Einreisen nicht –wir brauchen unserer Sicherheitskräfte an anderer Stelle. Und wir brauchen ein geeintes Europa und keine Kleinstaaterei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alle Neuerungen müssen im Blick haben Verwaltungsaufwand ab- und nicht aufzubauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Unterstützung der Kommunen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jegliche migrationspolitischen Überlegungen können nur gelingen, wenn vor Ort die Strukturen gut aufgestellt und gut finanziert sind. Integration kann nur gelingen, wenn die Kommunen bei ihrer Aufgabe der Integration unterstützt werden. Deshalb sind Bund und Land in der Pflicht diese bei ihrer Aufgabe finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Es ist der richtige Weg, dass es in Schleswig-Holstein regelmäßige Vereinbarungen mit den Kommunen gibt, bei denen die Aufgaben gemeinsam definiert werden. Hierbei sind Programme von sozialem Wohnraum notwendig, um den notwendigen Wohnraum bereitzustellen. Außerdem braucht es ausreichend Personal an KiTas und Schulen, damit alle Kinder die gleichen Startbedingungen haben. Genauso wichtig ist eine ausreichende und flächendeckende medizinische und psychosoziale Versorgung.<br><br>
Das Land hat für die Bandbreite an Themen eine Integrationsstrategie auf den Weg gebracht, die fortlaufend aktualisiert und an die Bedarfe angepasst werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen die Bemühungen des Landes, die bestehenden Strukturen des Ehrenamtes aufrechtzuerhalten und bedarfsgerecht auszubauen und stellen fest, dass die Integration in den Kommunen nach wie vor auch auf den Schultern von Ehrenamtlichen liegt. Aus diesem Grund muss es unser Ziel sein, die Ehrenamtlichen zu fördern und an den Stellen zu entlasten, wo es uns möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stärkung der Ausländer- und Zuwanderungsbehörden </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotz der finanziellen Unterstützung für Personal der Ausländer- und Zuwanderungsbehörden im Rahmen einer Verabredung zwischen Land und Kommunen im vergangenen Jahr, stellen wir fest, dass diese Maßnahme nicht ausreicht. Sie sind in kommunaler Verantwortung, aber für alle Maßnahmen rund um Migration brauchen wir funktionierende und gut ausgestattete Behörden. Der Personalmangel ist das Nadelöhr und verlangsamt sowohl Prozesse der Integration, aber auch Rückführungen. Wir setzen uns deshalb überall und auf jeder Ebene, in der wir Verantwortung tragen, dafür ein, dass es zu einer Personaloffensive für die Ausländerbehörden kommt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Gesellschaft der Vielen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir verstehen uns als eine vielfältige Partei, die nicht nur den Anspruch erhebt, Menschen mit Migrationsgeschichte eine Stimme zu geben, sondern auch Interessen zu vertreten, die diese Lebensrealität abbildet. Menschen mit Migrationsgeschichte sind keine homogene Masse und haben sehr unterschiedliche politische Überzeugungen. Aber diejenigen, die mit unseren politischen Grundsätzen übereinstimmen und diese vor allem auch über viele Jahre mitgeprägt haben, sollen wissen, dass wir ihre politische Heimat sind. Dafür müssen auch wir uns selbstkritischen Debatten unterziehen, die nicht außer Acht lassen dürfen, dass durch politische Entscheidungen, die wir treffen, auch das Vertrauen in uns an vielen Stellen verloren gegangen ist. Wir stehen weiterhin für eine vielfältige und diskriminierungsfreie Gesellschaft ein und werden diese Werte verteidigen und politisch leben.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Antrag wird gemeinschaftlich gestellt von</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aminata Touré, Anke Erdmann, Gazi Freitag und Catharina Nies.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 15:22:34 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A10 (Ä6): Migrationspolitische Schwerpunkte auf Landesebene </title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74591</link>
                        <author>Aminata Touré (KV Neumünster)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74591</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Migrationspolitische Schwerpunkte auf Landesebene </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die migrationspolitische Debatte dominiert seit Wochen und Monaten den öffentlichen Diskurs. Im Fokus stehen hierbei Fragen wie, wie Deutschland weniger Menschen aufnehmen kann, Zurückweisungen an Grenzen forciert werden können und wie die Zahl der Rückführungen erhöht werden kann. Zeitgleich führt der zunehmende Überbietungswettbewerb von Abschottung und Abgrenzung dazu, dass viele Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte sich zunehmend die Frage stellen, ob sie als Teil der Gesellschaft akzeptiert und respektiert werden.<br>
Dass die Zahlen derer, die bei uns Schutz suchen, weiterhin hoch, aber geringer als im Vorjahr sind, ist ein Spiegel der Weltlage. Weltweit sind laut UNCHR 120 Millionen Menschen auf der Flucht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ton, in der diese Auseinandersetzung stattfindet, besorgt uns: Pauschalisierungen, Emotionalisierungen, schrille Parolen, das Missachten von Grundgesetz und Europäischen Zusammenhalt und die Vermischung von Extremismusbekämpfung und Asylrechtsverschärfungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als BÜNDNIS/90 DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein sehen wir uns in der Verantwortung, klar Haltung zu zeigen für eine faire Asyl- und Migrationspolitik, eine sachliche Debatte zu führen und darzustellen, welche Aufgaben Regierungen und Parlamente in einer solchen Zeit haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb setzen wir uns als BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein für folgende migrationspolitische Schwerpunkte ein:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Ankommen in Würde </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns ist das Recht auf Asyl nicht verhandelbar. In der heutigen Zeit scheint es notwendig sich zu diesem im Grundgesetz verbriefte Recht zu bekennen. Dies bedeutet für uns, dass das Recht einen Asylantrag zu stellen, Schutz zu erhalten und unterstützende Leistungen zu erhalten, um würdig leben zu können, eine Selbstverständlichkeit ist.<br>
Damit das gelingen kann, braucht es ausreichend Plätze von Erstaufnahmeeinrichtungen sowie kommunaler Unterbringung und eine Teilhabe-Infrastruktur, die das Erlenen der Sprache, Beratung, Betreuung und medizinische Versorgung sicherstellt. Es braucht deshalb für Schleswig-Holstein ein dauerhaftes und atmendes Standortkonzept für Erstaufnahmeeinrichtungen, das sich an den Zahlen der zu uns kommenden Geflüchteten orientiert und wiederum berücksichtigt, dass die Kommunen, die Standortgemeinde für Erstaufnahmeeinrichtungen sind, besondere Unterstützung brauchen, die diese Aufgabe für Schleswig-Holstein übernehmen. Eine möglichst schnelle Kreisverteilung für Menschen mit Bleibeperspektive halten wir nach wie vor für die Grundvoraussetzung für Ankommen und Teilhabe an dieser Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Zugang zu Arbeit von Beginn an </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass die beste Form der Integration die ist, die es Menschen ermöglicht, selbstständig für sich und die eigene Familie zu sorgen und sich von Sozialleistungen unabhängig zu machen. Viele geflohene Menschen haben den Wunsch, beruflich schnell Anschluss zu finden, ihre Qualifikation und Fertigkeiten hier einzubringen und möchten ihre Zeit und Energie in das eigene Fortkommen stecken.<br>
Wir wollen den Zugang zu Arbeit und Ausbildung so schnell wie möglich ermöglichen.<br>
Deshalb wollen wir zum einen, dass das Land sein Pilotprojekt zur Arbeitsvermittlung in den Erstaufnahmeeinrichtungen perspektivisch auf alle Erstaufnahmeeinrichtungen für alle Menschen mit guter Bleibeperspektive ausgeweitet. So erhalten alle ab dem ersten Tag die Möglichkeit einer Arbeitsmarktberatung. Seit April findet das Pilotprojekt in Boostedt und Rendsburg statt. In 8 Schritten soll es in die Arbeitsvermittlung kommen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Prüfung des Asylstatus und Voraussetzungen für die Arbeitsmarktintegration (für Menschen, die eine gute Bleibeperspektive haben, zwischen 18-63 Jahre, Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan)<br>
2. Gesprächsangebot beim Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge (Fragebogen zu Grundkompetenzen mit Schwerpunkt auf soziale und pflegerische Berufe)<br>
3. Auswertung durch die Bundesagentur für Arbeit<br>
4. Beratungsgespräch mit dem Jobcenter vor Ort in der Erstaufnahmeeinrichtung<br>
5. Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter und Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge beraten weiteres verfahren<br>
6. Integrationsorientierte Verteilung in den dauerhaften Wohnort mit Jobperspektive<br>
7. Übermittlung der Daten an das Jobcenter und Zuwanderungsbehörde<br>
8. Erfolgreiche Vermittlung in den Arbeitsmarkt und Perspektive auf eigenständiges und selbstbestimmtes Leben</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum Zweiten braucht es aber noch weitere Erleichterungen, damit die Arbeitsaufnahme erfolgen kann. Viele Menschen haben ein konkretes Beschäftigungsangebot und scheitern an den langen behördlichen Wartezeiten. Das ist sowohl für die geflüchteten Menschen, für die potenziellen Arbeitgeber*innen und Ausbildungsbetriebe als auch für die Sachbearbeitenden in den Behörden stark belastend. Hier brauchen wir dringend Verbesserungen und werden uns auf Bundes- und Landesebene für einen Bürokratieabbau und beschleunigte Verfahren einsetzen – insbesondere bei der Erteilung der Beschäftigungserlaubnis und der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie von unserem Vizekanzler Robert Habeck im Kontext der Haushaltsverhandlungen auf Bundesebene vereinbart, werden wir die Einführung einer Genehmigungsfiktion unterstützen, so dass die Arbeitsaufnahme als genehmigt erklärt wird, wenn Zuwanderungsbehörden nicht innerhalb von 14 Tagen widersprechen. Die Entlastung unserer Kommunen wäre enorm und ein großes Hemmnis im Arbeitsmarktzugang für viele Menschen beseitigt. Wir machen uns hierfür stark!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Freiwillige Ausreise und Rückführungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch wenn auf Bundesebene weitreichende und zu begrüßende Gesetze verabschiedet wurden, wie zum Beispiel das Chancenaufenthaltsrecht oder das neue Staatsangehörigkeitsrecht, sodass mehr Menschen die Möglichkeit haben ihren Aufenthalt hier zu verfestigen und perspektivisch die deutsche Staatsangehörigkeit zu erhalten, so sind wir uns im Klaren darüber, dass nicht jeder Mensch, der einen Asylantrag stellt, die Bedingungen dafür erfüllt und bleiben kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass die freiwillige Ausreise das beste und humanste Instrument ist, wenn ein Aufenthalt beendet werden muss. Dafür müssen ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit Rückkehrprogramme in umfangreichen Maße stattfinden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Eine Rückkehrberatung soll perspektivisch in ganz Schleswig-Holstein flächendeckend angeboten werden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass in der Vergangenheit weitreichende Gesetze zu Rückführungen auf Bundes- und EU-Ebene beschlossen wurden, die zu harten Verschärfungen führen werden: Zuletzt das Rückführungsverbesserungsgesetz im Februar dieses Jahres und gerade auf europäischer Ebene die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. Diese Entwicklung war und ist für unsere Partei sehr schmerzhaft. Weitere Verschärfungen dürfen nicht folgen.<br>
Statt weiterer Gesetzesänderungen, braucht es nun vor allem die Umsetzung geltenden Rechts und eine kritische Überprüfung dessen.<br>
Bundesweit stellen wir Vollzugsdefizite mit Blick auf Rückführungen fest, trotz sich ständig ändernder und verschärfender Rechtslage. Deshalb sind wir davon überzeugt, dass eine Bündelung von bestimmten Personengruppen eine Entlastung für die kommunalen Behörden bedeuten könnte. Wir wollen deshalb, dass künftig Rückführungsfälle von ausländischen mehrfach Intensivtäter gebündelt in Zuständigkeit des Landes übergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns als Grenzregion zu Dänemark sind Grenzkontrollen ein Problem, darauf hat die Landesregierung in den letzten Jahren immer wieder hingewiesen. Dauerhafte Grenzkontrollen verhindern illegalen Einreisen nicht –wir brauchen unserer Sicherheitskräfte an anderer Stelle. Und wir brauchen ein geeintes Europa und keine Kleinstaaterei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alle Neuerungen müssen im Blick haben Verwaltungsaufwand ab- und nicht aufzubauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Unterstützung der Kommunen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jegliche migrationspolitischen Überlegungen können nur gelingen, wenn vor Ort die Strukturen gut aufgestellt und gut finanziert sind. Integration kann nur gelingen, wenn die Kommunen bei ihrer Aufgabe der Integration unterstützt werden. Deshalb sind Bund und Land in der Pflicht diese bei ihrer Aufgabe finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Es ist der richtige Weg, dass es in Schleswig-Holstein regelmäßige Vereinbarungen mit den Kommunen gibt, bei denen die Aufgaben gemeinsam definiert werden. Hierbei sind besonders Programme von sozialem Wohnraum notwendig, um den notwendigen Wohnraum bereitzustellen. Außerdem braucht es ausreichend Personal an KiTas und Schulen, damit alle Kinder die gleichen Startbedingungen haben. Genauso wichtig ist eine ausreichende und flächendeckende medizinische und psychosoziale Versorgung.<br>
Das Land hat für die Bandbreite an Themen eine Integrationsstrategie auf den Weg gebracht, die fortlaufend aktualisiert und an die Bedarfe angepasst werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stärkung der Ausländer- und Zuwanderungsbehörden </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotz der finanziellen Unterstützung für Personal der Ausländer- und Zuwanderungsbehörden im Rahmen einer Verabredung zwischen Land und Kommunen im vergangenen Jahr, stellen wir fest, dass diese Maßnahme nicht ausreicht. Sie sind in kommunaler Verantwortung, aber für alle Maßnahmen rund um Migration brauchen wir funktionierende und gut ausgestattete Behörden. Der Personalmangel ist das Nadelöhr und verlangsamt sowohl Prozesse der Integration, aber auch Rückführungen. Wir setzen uns deshalb überall und auf jeder Ebene, in der wir Verantwortung tragen, dafür ein, dass es zu einer Personaloffensive für die Ausländerbehörden kommt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Gesellschaft der Vielen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir verstehen uns als eine vielfältige Partei, die nicht nur den Anspruch erhebt, Menschen mit Migrationsgeschichte eine Stimme zu geben, sondern auch Interessen zu vertreten, die diese Lebensrealität abbildet. Menschen mit Migrationsgeschichte sind keine homogene Masse und haben sehr unterschiedliche politische Überzeugungen. Aber diejenigen, die mit unseren politischen Grundsätzen übereinstimmen und diese vor allem auch über viele Jahre mitgeprägt haben, sollen wissen, dass wir ihre politische Heimat sind. Dafür müssen auch wir uns selbstkritischen Debatten unterziehen, die nicht außer Acht lassen dürfen, dass durch politische Entscheidungen, die wir treffen, auch das Vertrauen in uns an vielen Stellen verloren gegangen ist. Wir stehen weiterhin für eine vielfältige und diskriminierungsfreie Gesellschaft ein und werden diese Werte verteidigen und politisch leben.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Antrag wird gemeinschaftlich gestellt von</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aminata Touré, Anke Erdmann, Gazi Freitag und Catharina Nies.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 15:22:12 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A10 (Ä6): Migrationspolitische Schwerpunkte auf Landesebene </title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74590</link>
                        <author>Aminata Touré (KV Neumünster)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Migrationspolitische Schwerpunkte auf Landesebene </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die migrationspolitische Debatte dominiert seit Wochen und Monaten den öffentlichen Diskurs. Im Fokus stehen hierbei Fragen wie, wie Deutschland weniger Menschen aufnehmen kann, Zurückweisungen an Grenzen forciert werden können und wie die Zahl der Rückführungen erhöht werden kann. Zeitgleich führt der zunehmende Überbietungswettbewerb von Abschottung und Abgrenzung dazu, dass viele Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte sich zunehmend die Frage stellen, ob sie als Teil der Gesellschaft akzeptiert und respektiert werden.<br>
Dass die Zahlen derer, die bei uns Schutz suchen, weiterhin hoch, aber geringer als im Vorjahr sind, ist ein Spiegel der Weltlage. Weltweit sind laut UNCHR 120 Millionen Menschen auf der Flucht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ton, in der diese Auseinandersetzung stattfindet, besorgt uns: Pauschalisierungen, Emotionalisierungen, schrille Parolen, das Missachten von Grundgesetz und Europäischen Zusammenhalt und die Vermischung von Extremismusbekämpfung und Asylrechtsverschärfungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als BÜNDNIS/90 DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein sehen wir uns in der Verantwortung, klar Haltung zu zeigen für eine faire Asyl- und Migrationspolitik, eine sachliche Debatte zu führen und darzustellen, welche Aufgaben Regierungen und Parlamente in einer solchen Zeit haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb setzen wir uns als BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein für folgende migrationspolitische Schwerpunkte ein:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Ankommen in Würde </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns ist das Recht auf Asyl nicht verhandelbar. In der heutigen Zeit scheint es notwendig sich zu diesem im Grundgesetz verbriefte Recht zu bekennen. Dies bedeutet für uns, dass das Recht einen Asylantrag zu stellen, Schutz zu erhalten und unterstützende Leistungen zu erhalten, um würdig leben zu können, eine Selbstverständlichkeit ist.<br>
Damit das gelingen kann, braucht es ausreichend Plätze von Erstaufnahmeeinrichtungen sowie kommunaler Unterbringung und eine Teilhabe-Infrastruktur, die das Erlenen der Sprache, Beratung, Betreuung und medizinische Versorgung sicherstellt. Es braucht deshalb für Schleswig-Holstein ein dauerhaftes und atmendes Standortkonzept für Erstaufnahmeeinrichtungen, das sich an den Zahlen der zu uns kommenden Geflüchteten orientiert und wiederum berücksichtigt, dass die Kommunen, die Standortgemeinde für Erstaufnahmeeinrichtungen sind, besondere Unterstützung brauchen, die diese Aufgabe für Schleswig-Holstein übernehmen. Eine möglichst schnelle Kreisverteilung für Menschen mit Bleibeperspektive halten wir nach wie vor für die Grundvoraussetzung für Ankommen und Teilhabe an dieser Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Zugang zu Arbeit von Beginn an </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass die beste Form der Integration die ist, die es Menschen ermöglicht, selbstständig für sich und die eigene Familie zu sorgen und sich von Sozialleistungen unabhängig zu machen. Viele geflohene Menschen haben den Wunsch, beruflich schnell Anschluss zu finden, ihre Qualifikation und Fertigkeiten hier einzubringen und möchten ihre Zeit und Energie in das eigene Fortkommen stecken.<br>
Wir wollen den Zugang zu Arbeit und Ausbildung so schnell wie möglich ermöglichen.<br>
Deshalb wollen wir zum einen, dass das Land sein Pilotprojekt zur Arbeitsvermittlung in den Erstaufnahmeeinrichtungen perspektivisch auf alle Erstaufnahmeeinrichtungen für alle Menschen mit guter Bleibeperspektive ausgeweitet. So erhalten alle ab dem ersten Tag die Möglichkeit einer Arbeitsmarktberatung. Seit April findet das Pilotprojekt in Boostedt und Rendsburg statt. In 8 Schritten soll es in die Arbeitsvermittlung kommen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Prüfung des Asylstatus und Voraussetzungen für die Arbeitsmarktintegration (für Menschen, die eine gute Bleibeperspektive haben, zwischen 18-63 Jahre, Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan)<br>
2. Gesprächsangebot beim Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge (Fragebogen zu Grundkompetenzen mit Schwerpunkt auf soziale und pflegerische Berufe)<br>
3. Auswertung durch die Bundesagentur für Arbeit.<br>
4. Beratungsgespräch mit dem Jobcenter vor Ort in der Erstaufnahmeeinrichtung<br>
5. Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter und Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge beraten weiteres Verfahren.<br>
6. Integrationsorientierte Verteilung in den dauerhaften Wohnort mit Jobperspektive.<br>
7. Übermittlung der Daten an das Jobcenter und Zuwanderungsbehörde<br>
8. Erfolgreiche Vermittlung in den Arbeitsmarkt und Perspektive auf eigenständiges und selbstbestimmtes Leben.<br>
9. Einbeziehen der am dauerhaften Wohnort bereits berstehenden Strukturen (beispielsweise der Willkommenslotsen) bei der Begleitung und Unterstützung der Betriebe und Beschäftigten nach der Arbeitsaufnahme.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum Zweiten braucht es aber noch weitere Erleichterungen, damit die Arbeitsaufnahme erfolgen kann. Viele Menschen haben ein konkretes Beschäftigungsangebot und scheitern an den langen behördlichen Wartezeiten. Das ist sowohl für die geflüchteten Menschen, für die potenziellen Arbeitgeber*innen und Ausbildungsbetriebe als auch für die Sachbearbeitenden in den Behörden stark belastend. Hier brauchen wir dringend Verbesserungen und werden uns auf Bundes- und Landesebene für einen Bürokratieabbau und beschleunigte Verfahren einsetzen – insbesondere bei der Erteilung der Beschäftigungserlaubnis und der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie von unserem Vizekanzler Robert Habeck im Kontext der Haushaltsverhandlungen auf Bundesebene vereinbart, werden wir die Einführung einer Genehmigungsfiktion unterstützen, so dass die Arbeitsaufnahme als genehmigt erklärt wird, wenn Zuwanderungsbehörden nicht innerhalb von 14 Tagen widersprechen. Die Entlastung unserer Kommunen wäre enorm und ein großes Hemmnis im Arbeitsmarktzugang für viele Menschen beseitigt. Wir machen uns hierfür stark!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Freiwillige Ausreise und Rückführungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch wenn auf Bundesebene weitreichende und zu begrüßende Gesetze verabschiedet wurden, wie zum Beispiel das Chancenaufenthaltsrecht oder das neue Staatsangehörigkeitsrecht, sodass mehr Menschen die Möglichkeit haben ihren Aufenthalt hier zu verfestigen und perspektivisch die deutsche Staatsangehörigkeit zu erhalten, so sind wir uns im Klaren darüber, dass nicht jeder Mensch, der einen Asylantrag stellt, die Bedingungen dafür erfüllt und bleiben kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass die freiwillige Ausreise das beste und humanste Instrument ist, wenn ein Aufenthalt beendet werden muss. Dafür müssen ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit Rückkehrprogramme in umfangreichen Maße stattfinden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass in der Vergangenheit weitreichende Gesetze zu Rückführungen auf Bundes- und EU-Ebene beschlossen wurden, die zu harten Verschärfungen führen werden: Zuletzt das Rückführungsverbesserungsgesetz im Februar dieses Jahres und gerade auf europäischer Ebene die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. Diese Entwicklung war und ist für unsere Partei sehr schmerzhaft. Weitere Verschärfungen dürfen nicht folgen.<br>
Statt weiterer Gesetzesänderungen, braucht es nun vor allem die Umsetzung geltenden Rechts und eine kritische Überprüfung dessen.<br>
Bundesweit stellen wir Vollzugsdefizite mit Blick auf Rückführungen fest, trotz sich ständig ändernder und verschärfender Rechtslage. Deshalb sind wir davon überzeugt, dass eine Bündelung von bestimmten Personengruppen eine Entlastung für die kommunalen Behörden bedeuten könnte. Wir wollen deshalb, dass künftig Rückführungsfälle von ausländischen mehrfach Intensivtäter gebündelt in Zuständigkeit des Landes übergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns als Grenzregion zu Dänemark sind Grenzkontrollen ein Problem, darauf hat die Landesregierung in den letzten Jahren immer wieder hingewiesen. Dauerhafte Grenzkontrollen verhindern illegalen Einreisen nicht –wir brauchen unserer Sicherheitskräfte an anderer Stelle. Und wir brauchen ein geeintes Europa und keine Kleinstaaterei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alle Neuerungen müssen im Blick haben Verwaltungsaufwand ab- und nicht aufzubauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Unterstützung der Kommunen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jegliche migrationspolitischen Überlegungen können nur gelingen, wenn vor Ort die Strukturen gut aufgestellt und gut finanziert sind. Integration kann nur gelingen, wenn die Kommunen bei ihrer Aufgabe der Integration unterstützt werden. Deshalb sind Bund und Land in der Pflicht diese bei ihrer Aufgabe finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Es ist der richtige Weg, dass es in Schleswig-Holstein regelmäßige Vereinbarungen mit den Kommunen gibt, bei denen die Aufgaben gemeinsam definiert werden. Hierbei sind besonders Programme von sozialem Wohnraum notwendig, um den notwendigen Wohnraum bereitzustellen. Außerdem braucht es ausreichend Personal an KiTas und Schulen, damit alle Kinder die gleichen Startbedingungen haben. Genauso wichtig ist eine ausreichende und flächendeckende medizinische und psychosoziale Versorgung.<br>
Das Land hat für die Bandbreite an Themen eine Integrationsstrategie auf den Weg gebracht, die fortlaufend aktualisiert und an die Bedarfe angepasst werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stärkung der Ausländer- und Zuwanderungsbehörden </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotz der finanziellen Unterstützung für Personal der Ausländer- und Zuwanderungsbehörden im Rahmen einer Verabredung zwischen Land und Kommunen im vergangenen Jahr, stellen wir fest, dass diese Maßnahme nicht ausreicht. Sie sind in kommunaler Verantwortung, aber für alle Maßnahmen rund um Migration brauchen wir funktionierende und gut ausgestattete Behörden. Der Personalmangel ist das Nadelöhr und verlangsamt sowohl Prozesse der Integration, aber auch Rückführungen. Außerdem brauchen wir Personal mit Fachkenntnissen sowie eine möglichst geringe Fluktuation. Aus diesem Grund setzen wir uns überall und auf jeder Ebene, in der wir Verantwortung tragen, dafür ein, dass es zu einer entsprechenden Personaloffensive für die Ausländerbehörden kommt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Gesellschaft der Vielen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir verstehen uns als eine vielfältige Partei, die nicht nur den Anspruch erhebt, Menschen mit Migrationsgeschichte eine Stimme zu geben, sondern auch Interessen zu vertreten, die diese Lebensrealität abbildet. Menschen mit Migrationsgeschichte sind keine homogene Masse und haben sehr unterschiedliche politische Überzeugungen. Aber diejenigen, die mit unseren politischen Grundsätzen übereinstimmen und diese vor allem auch über viele Jahre mitgeprägt haben, sollen wissen, dass wir ihre politische Heimat sind. Dafür müssen auch wir uns selbstkritischen Debatten unterziehen, die nicht außer Acht lassen dürfen, dass durch politische Entscheidungen, die wir treffen, auch das Vertrauen in uns an vielen Stellen verloren gegangen ist. Wir stehen weiterhin für eine vielfältige und diskriminierungsfreie Gesellschaft ein und werden diese Werte verteidigen und politisch leben.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Antrag wird gemeinschaftlich gestellt von</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aminata Touré, Anke Erdmann, Gazi Freitag und Catharina Nies.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 15:21:33 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A10 (Ä6): Migrationspolitische Schwerpunkte auf Landesebene </title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74589</link>
                        <author>Aminata Touré (KV Neumünster)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74589</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Migrationspolitische Schwerpunkte auf Landesebene </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die migrationspolitische Debatte dominiert seit Wochen und Monaten den öffentlichen Diskurs. Im Fokus stehen hierbei Fragen wie, wie Deutschland weniger Menschen aufnehmen kann, Zurückweisungen an Grenzen forciert werden können und wie die Zahl der Rückführungen erhöht werden kann. Zeitgleich führt der zunehmende Überbietungswettbewerb von Abschottung und Abgrenzung dazu, dass viele Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte sich zunehmend die Frage stellen, ob sie als Teil der Gesellschaft akzeptiert und respektiert werden.<br>
Dass die Zahlen derer, die bei uns Schutz suchen, weiterhin hoch, aber geringer als im Vorjahr sind, ist ein Spiegel der Weltlage. Weltweit sind laut UNCHR 120 Millionen Menschen auf der Flucht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ton, in der diese Auseinandersetzung stattfindet, besorgt uns: Pauschalisierungen, Emotionalisierungen, schrille Parolen, das Missachten von Grundgesetz und Europäischen Zusammenhalt und die Vermischung von Extremismusbekämpfung und Asylrechtsverschärfungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als BÜNDNIS/90 DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein sehen wir uns in der Verantwortung, klar Haltung zu zeigen für eine faire Asyl- und Migrationspolitik, eine sachliche Debatte zu führen und darzustellen, welche Aufgaben Regierungen und Parlamente in einer solchen Zeit haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb setzen wir uns als BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein für folgende migrationspolitische Schwerpunkte ein:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Ankommen in Würde </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns sind das Recht auf Asyl und die Rechte von Flüchtlingen nicht verhandelbar. In der heutigen Zeit scheint es notwendig, sich zu diesen in der Genfer Flüchtlingskonvention, in der Europäischen Menschenrechteskonvention, in der EU-Grundrechtscharta und im Grundgesetz verbrieften Rechte uneingeschränkt zu bekennen. Dies bedeutet für uns, dass das Recht, einen Asylantrag zu stellen, Schutz zu erhalten und unterstützende Leistungen zu erhalten, um würdig leben zu können, nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern auch Ausdruck unseres rechtsstaatlichen Handelns ist.<br>
Damit das gelingen kann, braucht es ausreichend Plätze von Erstaufnahmeeinrichtungen sowie kommunaler Unterbringung und eine Teilhabe-Infrastruktur, die das Erlenen der Sprache, Beratung, Betreuung und medizinische Versorgung sicherstellt.<br>
Es braucht deshalb für Schleswig-Holstein ein dauerhaftes und atmendes Standortkonzept für Erstaufnahmeeinrichtungen, das sich sowohl an den Zahlen der zu uns kommenden Geflüchteten orientiert als auch berücksichtigt, dass die Kommunen, in deren Gemeinde sich die Erstaufnahmeeinrichtungen befinden, besondere Unterstützung brauchen, um die diese Aufgabe für Schleswig-Holstein zu übernehmen. Eine möglichst schnelle Kreisverteilung für Menschen mit Bleibeperspektive halten wir nach wie vor für die Grundvoraussetzung für Ankommen und Teilhabe an dieser Gesellschaft.<br>
Außerdem machen wir uns stark für eine unabhängige und individuelle Asylverfahrensberatung und arbeiten weiterhin daran, dass Flüchtlinge mit einem besonderen Schutzbedürfnis - wie beispielsweise traumatisierte Flüchtlinge oder Flüchtlinge mit Behinderungen - bereits in den Erstaufnahmeeinrichtungen indentifiziert und die erlangten Informationen an die aufnehmenden Kommunen weitergeleitet werden. Auf diese Weise wollen wir gewährleisten, dass einerseits eine lückenlose Betreuung dieser Flüchtlinge stattfinden und andererseits die Kommune sich auf ihre Ankunft vorbereiten kann.<br>
In dieser Hinsicht wollen wir die Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen in den Erstaufnahmeeinrichtungen insbesondere im Hinblick auf Psychotrauma, fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Zugang zu Arbeit von Beginn an </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass die beste Form der Integration die ist, die es Menschen ermöglicht, selbstständig für sich und die eigene Familie zu sorgen und sich von Sozialleistungen unabhängig zu machen. Viele geflohene Menschen haben den Wunsch, beruflich schnell Anschluss zu finden, ihre Qualifikation und Fertigkeiten hier einzubringen und möchten ihre Zeit und Energie in das eigene Fortkommen stecken.<br>
Wir wollen den Zugang zu Arbeit und Ausbildung so schnell wie möglich ermöglichen.<br>
Deshalb wollen wir zum einen, dass das Land sein Pilotprojekt zur Arbeitsvermittlung in den Erstaufnahmeeinrichtungen perspektivisch auf alle Erstaufnahmeeinrichtungen für alle Menschen mit guter Bleibeperspektive ausgeweitet. So erhalten alle ab dem ersten Tag die Möglichkeit einer Arbeitsmarktberatung. Seit April findet das Pilotprojekt in Boostedt und Rendsburg statt. In 8 Schritten soll es in die Arbeitsvermittlung kommen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Prüfung des Asylstatus und Voraussetzungen für die Arbeitsmarktintegration (für Menschen, die eine gute Bleibeperspektive haben, zwischen 18-63 Jahre, Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan)<br>
2. Gesprächsangebot beim Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge (Fragebogen zu Grundkompetenzen mit Schwerpunkt auf soziale und pflegerische Berufe)<br>
3. Auswertung durch die Bundesagentur für Arbeit<br>
4. Beratungsgespräch mit dem Jobcenter vor Ort in der Erstaufnahmeeinrichtung<br>
5. Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter und Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge beraten weiteres verfahren<br>
6. Integrationsorientierte Verteilung in den dauerhaften Wohnort mit Jobperspektive<br>
7. Übermittlung der Daten an das Jobcenter und Zuwanderungsbehörde<br>
8. Erfolgreiche Vermittlung in den Arbeitsmarkt und Perspektive auf eigenständiges und selbstbestimmtes Leben</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zum Zweiten braucht es aber noch weitere Erleichterungen, damit die Arbeitsaufnahme erfolgen kann. Viele Menschen haben ein konkretes Beschäftigungsangebot und scheitern an den langen behördlichen Wartezeiten. Das ist sowohl für die geflüchteten Menschen, für die potenziellen Arbeitgeber*innen und Ausbildungsbetriebe als auch für die Sachbearbeitenden in den Behörden stark belastend. Hier brauchen wir dringend Verbesserungen und werden uns auf Bundes- und Landesebene für einen Bürokratieabbau und beschleunigte Verfahren einsetzen – insbesondere bei der Erteilung der Beschäftigungserlaubnis und der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie von unserem Vizekanzler Robert Habeck im Kontext der Haushaltsverhandlungen auf Bundesebene vereinbart, werden wir die Einführung einer Genehmigungsfiktion unterstützen, so dass die Arbeitsaufnahme als genehmigt erklärt wird, wenn Zuwanderungsbehörden nicht innerhalb von 14 Tagen widersprechen. Die Entlastung unserer Kommunen wäre enorm und ein großes Hemmnis im Arbeitsmarktzugang für viele Menschen beseitigt. Wir machen uns hierfür stark!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Freiwillige Ausreise und Rückführungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch wenn auf Bundesebene weitreichende und zu begrüßende Gesetze verabschiedet wurden, wie zum Beispiel das Chancenaufenthaltsrecht oder das neue Staatsangehörigkeitsrecht, sodass mehr Menschen die Möglichkeit haben ihren Aufenthalt hier zu verfestigen und perspektivisch die deutsche Staatsangehörigkeit zu erhalten, so sind wir uns im Klaren darüber, dass nicht jeder Mensch, der einen Asylantrag stellt, die Bedingungen dafür erfüllt und bleiben kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass die freiwillige Ausreise das beste und humanste Instrument ist, wenn ein Aufenthalt beendet werden muss. Dafür müssen ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit Rückkehrprogramme in umfangreichen Maße stattfinden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind der Überzeugung, dass in der Vergangenheit weitreichende Gesetze zu Rückführungen auf Bundes- und EU-Ebene beschlossen wurden, die zu harten Verschärfungen führen werden: Zuletzt das Rückführungsverbesserungsgesetz im Februar dieses Jahres und gerade auf europäischer Ebene die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. Diese Entwicklung war und ist für unsere Partei sehr schmerzhaft. Weitere Verschärfungen dürfen nicht folgen.<br>
Statt weiterer Gesetzesänderungen, braucht es nun vor allem die Umsetzung geltenden Rechts und eine kritische Überprüfung dessen.<br>
Bundesweit stellen wir Vollzugsdefizite mit Blick auf Rückführungen fest, trotz sich ständig ändernder und verschärfender Rechtslage. Deshalb sind wir davon überzeugt, dass eine Bündelung von bestimmten Personengruppen eine Entlastung für die kommunalen Behörden bedeuten könnte. Wir wollen deshalb, dass künftig Rückführungsfälle von ausländischen mehrfach Intensivtäter gebündelt in Zuständigkeit des Landes übergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns als Grenzregion zu Dänemark sind Grenzkontrollen ein Problem, darauf hat die Landesregierung in den letzten Jahren immer wieder hingewiesen. Dauerhafte Grenzkontrollen verhindern illegalen Einreisen nicht –wir brauchen unserer Sicherheitskräfte an anderer Stelle. Und wir brauchen ein geeintes Europa und keine Kleinstaaterei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alle Neuerungen müssen im Blick haben Verwaltungsaufwand ab- und nicht aufzubauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Unterstützung der Kommunen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jegliche migrationspolitischen Überlegungen können nur gelingen, wenn vor Ort die Strukturen gut aufgestellt und gut finanziert sind. Integration kann nur gelingen, wenn die Kommunen bei ihrer Aufgabe der Integration unterstützt werden. Deshalb sind Bund und Land in der Pflicht diese bei ihrer Aufgabe finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Es ist der richtige Weg, dass es in Schleswig-Holstein regelmäßige Vereinbarungen mit den Kommunen gibt, bei denen die Aufgaben gemeinsam definiert werden. Hierbei sind besonders Programme von sozialem Wohnraum notwendig, um den notwendigen Wohnraum bereitzustellen. Außerdem braucht es ausreichend Personal an KiTas und Schulen, damit alle Kinder die gleichen Startbedingungen haben. Genauso wichtig ist eine ausreichende und flächendeckende medizinische und psychosoziale Versorgung.<br>
Das Land hat für die Bandbreite an Themen eine Integrationsstrategie auf den Weg gebracht, die fortlaufend aktualisiert und an die Bedarfe angepasst werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stärkung der Ausländer- und Zuwanderungsbehörden </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotz der finanziellen Unterstützung für Personal der Ausländer- und Zuwanderungsbehörden im Rahmen einer Verabredung zwischen Land und Kommunen im vergangenen Jahr, stellen wir fest, dass diese Maßnahme nicht ausreicht. Sie sind in kommunaler Verantwortung, aber für alle Maßnahmen rund um Migration brauchen wir funktionierende und gut ausgestattete Behörden. Der Personalmangel ist das Nadelöhr und verlangsamt sowohl Prozesse der Integration, aber auch Rückführungen. Wir setzen uns deshalb überall und auf jeder Ebene, in der wir Verantwortung tragen, dafür ein, dass es zu einer Personaloffensive für die Ausländerbehörden kommt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Gesellschaft der Vielen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir verstehen uns als eine vielfältige Partei, die nicht nur den Anspruch erhebt, Menschen mit Migrationsgeschichte eine Stimme zu geben, sondern auch Interessen zu vertreten, die diese Lebensrealität abbildet. Menschen mit Migrationsgeschichte sind keine homogene Masse und haben sehr unterschiedliche politische Überzeugungen. Aber diejenigen, die mit unseren politischen Grundsätzen übereinstimmen und diese vor allem auch über viele Jahre mitgeprägt haben, sollen wissen, dass wir ihre politische Heimat sind. Dafür müssen auch wir uns selbstkritischen Debatten unterziehen, die nicht außer Acht lassen dürfen, dass durch politische Entscheidungen, die wir treffen, auch das Vertrauen in uns an vielen Stellen verloren gegangen ist. Wir stehen weiterhin für eine vielfältige und diskriminierungsfreie Gesellschaft ein und werden diese Werte verteidigen und politisch leben.</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Antrag wird gemeinschaftlich gestellt von</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aminata Touré, Anke Erdmann, Gazi Freitag und Catharina Nies.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 15:21:04 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A6 - Neu (Ä1-8): Migrationspolitik ganzheitlich denken: Integrationshemmnisse lösen und Gesellschaft stärken</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/migrationspolitik-ganzheitlich-denken-integrationshemmnisse-losen-und-14570</link>
                        <author>Mathias Schmitz (KV Pinneberg)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/migrationspolitik-ganzheitlich-denken-integrationshemmnisse-losen-und-14570</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Migrationsdruck im Nahen Osten ist eine fortlaufende und komplexe Entwicklung, die sich nicht vollständig aufhalten lässt. Kriege, politische Instabilität, wirtschaftliche Krisen sowie klimatische Veränderungen in der Region treiben immer mehr Menschen dazu, ihre Heimatländer zu verlassen. Diese Mischung aus politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren führt zu einem immer höheren Migrationsdruck, der absehbar nicht nachlassen wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die anhaltende Migration führt zu gesellschaftlichen Spannungen, die sich in verschiedenen Bereichen bemerkbar machen. In Deutschland verstärken sich politische Spaltungen, Polarisierungen und bewusst erzeugte Angst. Was früher eine Debatte über humanitäre Verpflichtungen und Integration war, ist in weiten Teilen zu einem harten, oft von Ängsten und Vorurteilen geprägten politischen Schlagabtausch geworden. Dies führt zur gesellschaftlichen Wahrnehmung der Überforderung des Systems, die nicht nur organisatorische, sondern auch soziale Folgen hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei zeigt die Migration am Ende nur die Probleme, die bereits in unserem System bestehen. Sie werden nur durch den Druck der Migration wesentlich sichtbarer. Diese Probleme sind vielzählig, fussen auf Vernachlässigung, mangelnde Finanzierung oder falscher politischer Steuerung in den vergangenen Jahrzehnten. Für eine zielführende Lösung der aktuellen Herausforderungen gilt es, die sichtbar gewordenen Probleme anzugehen, damit am Ende alle Menschen in Deutschland profitieren. Damit stärken wir nicht nur die Integrationsfähigkeit Deutschlands, sondern arbeiten zukunftsorientiert für unsere gesamte Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Mangelnder Wohnraum</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist seit Jahren ein Problem. Studierende,<br>
ältere Menschen und junge Familien - der Druck auf den Wohnungsmarkt ist seit<br>
Jahren hoch. Gleichzeitig brauchen wir genau diesen Wohnraum, um Geflüchtete<br>
dezentral unterzubringen und eine Perspektive zu geben. Größere Unterkünfte<br>
führen zu gesellschaftlichen Spannungen und helfen vielmals nicht der<br>
Integration. Zielsetzung unserer Politik muss es sein, mit bezahlbaren<br>
Wohneinheiten in höheren und verdichteten Bauen im Zusammenspiel einer gut<br>
zusammenarbeitende Sozial- und Stadtplanung den Herausforderungen<br>
entgegenzutreten.<br><br>
Schleswig-Holstein ist bei der Förderung des sozialen Wohnungsbaus sehr weit vorn, das zeigt auch die starke Nachfrage der der Förderung durch Bauwirtschaft. Allerdings können durch staatliche Förderungen allein die Preissteigerungen der letzten Jahre im Wohnungsbau nicht aufgefangen werden.<br><br>
Daher muss das Land gleichzeitig Standards für preisgedämpften Wohnraum setzen, um ein weiteres Werkzeug für alle Kommunen in Schleswig-Holstein zu schaffen, wie zum Beispiel mit dem kürzlich vorgestellten Regelstandard für vereinfachtes Bauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Mangelnde Sprachförderung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alle Menschen, die in Deutschland Fuß fassen, müssen Deutsch gut lernen können, um sprachlich barrierefrei durch das Leben kommen. Dies ist ein wichtiger Schritt in der Integrationsfähigkeit von Geflüchteten. Solange ein ausreichendes Angebot fehlt, Wartezeiten zu lang sind, bürokratische Anforderungen an bundesgeförderte Sparchangebote zu hoch, benötigen wir weiterhin ein ergänzendes Sprachkursangebot des Landes. Wir müssen das Angebot zu den Menschen vor Ort bekommen, um Angebote für alle zu schaffen und besonders Frauen in ihren Sprachfertigkeiten weiterzubilden. Mit der Ausweitung der arbeitsmarktbezogenen Sprachtrainings des Beratungsnetzwerks &quot;Alle an Bord&quot; wollen wir ein effektives, niedrigschwelliges Angebot, dass sich bereits bewährt hat, auf ganz Schleswig-Holstein ausweiten.&quot;</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Arbeitsmarkt</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Migranten haben immer noch rechtliche Barrieren, die ihnen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu lange untersagt und in Folge eine Einstellung nur unter zu hohen bürokratischen Herausforderungen für Arbeitnehmende und Arbeitgebende möglich ist. In einer Zeit, in der Arbeits- und Fachkräfte in unserer Wirtschaft fehlen, ist dies nicht nur eine Fehlsteuerung im Bereich der Integration, sondern auch in der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Partei setzen wir uns für einfache Wege ein, damit Migranten Arbeit aufnehmen können: Bürokratiearm für Unternehmer:innen und ohne einen Wust an Formularen für den Arbeitnehmenden. Dies hilft nicht nur bei der Sicherung unserer Wirtschaftsfähigkeit, sondern mindert die Notwendigkeit an staatlichen Zuschüssen und baut Sprachkenntnisse durch das gesellschaftliche Miteinander aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Anerkennung beruflicher Qualifikationen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für jeden Ausbildungsberuf brauchen wir einen modularen Qualifikationsrahmen, sodass auch Teilqualifikationen besser anerkannt und auf dem Arbeitsmarkt genutzt werden können. Innerhalb eines solchen Qualifikationsrahmens brauchen wir Prüfungen, mit denen ermittelt wird, welche Qualifikationsmodule ein Mensch beherrscht und welche Lücken bestehen, so dass hier gezielt nachqualifiziert werden kann, um einen vollwertigen Berufsabschluss zu erreichen. Auch ohne Nachqualifikation kann so ein offizielles Prüfungsergebnis klar aufzeigen, wo die beruflichen Qualifikationen nachweislich vorhanden sind.<br>
Nach Hamburger Vorbild wollen wir ein Stipendienprogramm für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen aufbauen, um die Teilnahme an Anpassungs- und Nachqualifizierungskursen, Zuschüssen für Lebenserhaltungskosten während der Prüfungs- und Nachqualifizierungszeiten oder Lernmittel-, Kurs- und Prüfungsgebühren individuell fördern zu können.<br>
Auf Landesebene muss die Bearbeitung von Anträgen zur Anerkennung und zur Berufserlaubnis beschleunigt und besser aufeinander abgestimmt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Zulassung von Ärzt*innen aus Drittstaaten.<br>
Die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) der Länder benötigt eine auskömmliche Finanzierung, um eine zeitnahe Gutachtenerstellung gewährleisten zu können.<br>
Auf europäischer Ebene setzen wir uns dafür ein, dass die Mitgliedstaaten sich bei weiteren Ausbildungsgängen auf Mindestanforderungen zur Vergleichbarkeit einigen und somit die Verfahren zur automatischen Anerkennung auf weitere Berufe ausgeweitet werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies unterstützt nicht nur die Möglichkeiten der Nachschulungen von Geflüchteten, sondern macht das System variabler und entspricht den aktuellen Bedürfnissen des Arbeitsmarkts.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der formalen Anerkennung beruflicher Qualifikationen anhand von vorhandenen Zeugnissen brauchen wir bundesweit einheitliche Standards.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Schulische Bildung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Schulen sind nicht mehr in einem modernen Zustand, Räume für eine angemessene Beschulung sind an einigen Standorten nicht in ausreichender Zahl verfügbar. Viele Kommunen können die notwendigen Investitionen nicht selbständig leisten, es braucht verstärkt das Land und den Bund mit einem Investitionsprogramm Schule, um die Grundsubstanz unseres Lernens für die Zukunft zu erneuern. Gleichzeitig müssen wir die DaZ-Klassen weiterhin gut ausfinanzieren. Es braucht ausreichend Lehrpersonal, um eine gute Integration in den Regelunterricht und die Einbindung von Schüler:innen in die Klassen- und Schulgemeinschaft zu gewährleisten.<br>
Wir setzen uns für eine Vereinfachung der Sprache von Prüfungen in Schule und Ausbildung ein, von der alle Schüler*innen und Azubis profitieren werden. Wir wollen außerdem erreichen, dass der Zugang zu einem Nachteilsausgleich erleichtert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>Frühkindliche Bildung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der frühkindlichen Bildung liegen hohe Potenzial der Integration. Junge Menschen haben eine hohes Lernpotenzial im Bereich Sprache und lernen früh ein breites Spektrum an gesellschaftlichen Kompetenzen. Dies gilt aber nicht nur für Kinder von Migranten, sondern für alle Kinder in Deutschland. In den letzten Jahren sehen Eltern viel zu häufig die Situation, dass Kita-Plätze nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Ein Konkurrenzkampf ist vielmals das Resultat und leitet zu Neid gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen. Dieser gesellschaftlichen Entwicklung muss vorgebeugt werden. Wir müssen vermehrt dafür sorgen, dass die Kommunen ausreichend Kita-Plätze vor Ort haben - das bedarf Neu- oder Anbau von Gebäudekapazitäten, aber auch eine ausreichende Anzahl an Erzieher:innen. Wir sind hier auf einem guten Weg, müssen aber weit mit Druck vorangehen, um im Bereich Kita im Sinne der Integration und Gleichberechtigung der Mangellage entgegenzutreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>Psychotherapeutische Versorgung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Traumatische Erlebnisse auf der Flucht oder auf Grund kriegerischer Auseinandersetzungen im Heimatland sind bei vielen Teil ihrer Fluchtgeschichte. Hinzu kommt die allgemeine Steigerung an psychischen Krankheiten, die besonders seit der Corona-Pandemie angestiegen sind. Es ist also eine Aufgabe für unser gesamtgesellschaftliches Zusammenleben, die psychotherapeutische Versorgung in unserem Land auf den angewachsenen Bedarf auszuweiten und mehr kassenärztliche Plätze zu schaffen.<br>
Darüber hinaus brauchen wir pädagogische Fachkräfte, die sensibel und kompetent mit belasteten Kindern umgehen und sie stärken können. Deshalb werden wir das traumapädagogische Angebot TIK.SH für Kita, Grundschule und Förderzentren weiter entwickeln und ausbauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>Ärztliche Versorgung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grundsätzlich ist festzustellen, dass wir in Deutschland eine gute ärztliche Versorgung haben. Ausgerechnet die zahnmedizinische Versorgung zu problematisieren ist reine Polemik. Klar zu beobachten ist allerdings eine abnehmende Versorgung in ländlichen und eine Überversorgung in urbanen Gebieten. Diesen Trend können wir nicht einfach hinnehmen, sondern wir müssen gegensteuern, um die medizinische Grundversorgung sicherzustellen, indem wir die Kommunen in der Einrichtung von kommunalen medizinischen Versorgungszentren helfen und strukturschwache Räume in der Bedarfsplanung vermehrt berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li>Kulturelle Integration</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kulturelle Integration im Kontext von Migration ist entscheidend für den gesamtgesellschaftlichen Wandel, der durch die zunehmende Diversität geprägt wird. Aktuelle Herausforderungen ergeben sich oft durch mangelnde Teilhabe von Migrant:innen am gesellschaftlichen Leben, Sprachbarrieren und soziale Segregation. Zudem sehen wir gesellsamtgesellschaftliche Entwicklungen, die die Lehratmosphäre in einigen Schulen einschränken. Das Startchancenprogramm setzt einen ersten Ansatz in der Lösung dieser Probleme. Weitergehend muss unser Lösungsansatz in einer Förderung interkultureller Kompetenzen ab dem Kindergartenalter liegen. Dazu gehören die frühzeitige Sprachförderung in Kindergärten und Schulen, die Unterstützung von Lehrkräften durch ausreichende Schulsozialarbeit und der Förderung interkultureller Programme durch die Schulen, beispielsweise zur verstärkten Vermittlung gemeinsamer Werte.<br>
Zur kulturellen Integration gehört zuvorderst die Integration in den universalistischen Geist des Grundgesetzes und der Menschenrechte. Dazu gehören ein Verständnis von und eine Identifikation mit Demokratie, Menschenrechten, weltanschaulichem Pluralismus, Gleichstellung der Geschlechter und sexueller Selbstbestimmung. Angebote der politischen und kulturellen Bildung, die diese Werte zielgruppengerecht und alltagsnah vermitteln, sollen verstärkt gefördert und möglichst universaler Bestandteil des Integrationsweges von Geflüchteten und Migrant*innen werden - etwa durch den deutlichen qualitativen und quantitativen Ausbau der entsprechenden Anteile in den Integrationskursen. Hierfür kann und sollte sollte insbesondere auf die Kompetenzen von Menschenrechtsaktivist*innen und -Expert*innen zurückgegriffen werden, die selbst aus den jeweiligen Regionen kommen oder anderweitig eine kulturspezifische Vorbildung mitbringen. Um bereits frühzeitig einen tiefgreifenden Austausch über diese sensiblen und komplizierten Themen zu ermöglichen, braucht es zudem auch muttersprachliche Angebote und eine Sensibilität für je nach Herkunftsregion unterschiedlich stark ausgeprägte Problemschwerpunkte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li>Stärkung des Ehrenamts</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Angebote der Inklusion, ob Sprachangebote, Willkommenscafé und Tafeln, aber auch Sportvereine - all diese ehrenamtlichen Institutionen schaffen einen wesentlichen Teil der deutschen Integrationsarbeit. Diese Angebote und die Menschen dahinter sind an ihren Belastungsgrenzen. Zu hoch sind bspw. bürokratische Hürden in der Beantragungen von Förderungen, der Anschaffung von Hilfsmitteln und dem Aufbau einer hauptamtlichen Struktur. Die Ehrenamtsangebote brauchen mehr finanzielle Unterstützung und Hilfestellungen. Die Kreise und große Städte sollen dafür eine hauptamtliche Stelle für Ehrenamtsmanagement aufbauen, um durch Netzwerke, förderrechtlichen Hilfsangeboten und persönlicher Beratung vor Ort die ehrenamtlichen Angebote zu stärken. Aber auch Migranten sind willens, sich ehrenamtlich zu engagieren. Insbesondere bei Tafeln ist die Integration von Migranten im Ehrenamt gelebte Praxis.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li>Finanzielle Ausstattung / Schuldenbremse</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist klar, durch Anerkennung der Probleme und der Verdeutlichung in der Öffentlichkeit ist ein erster Schritt gemacht. Es braucht jedoch vor allem finanzielle Mittel, um die Maßnahmen umzusetzen und gesamtgesellschaftlich einen Schritt Richtung Zukunft zu gehen. Gleichzeitig erleben wir eine Debatte, bei der die Schuldenbremse, die aus Sicht vieler Ökonom*innen reformbedürftig ist, in einigen Parteien als Heiligtum unserer Verfassung hochgehalten und als unveränderbar gehandelt wird, gleichzeitig aber das Grundrecht auf Asyl in Frage gestellt und eine Verfassungsänderung als probates Mittel gehandelt wird. Für uns ist klar, wenn wir über eine Verfassungsänderung reden, die die Probleme unserer Gesellschaft lösen soll, dann muss dies die Reform der Schuldenbremse hin zu einer investitionsoffenen, zukunftsgerichteten Schuldenregelung sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mathias Schmitz, KV Pinneberg<br>
Lukas Unger, KV Pinneberg<br>
Ann Christin Hahn, KV Pinneberg</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 15:07:26 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A6 - Neu: Migrationspolitik ganzheitlich denken: Integrationshemmnisse lösen und Gesellschaft stärken</title>
                        <link>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74587</link>
                        <author>Mathias Schmitz (KV Pinneberg)</author>
                        <guid>https://landesparteitag-sh-oktober2024.antragsgruen.de/landesparteitag-sh-oktober2024/motion/74587</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Migrationsdruck im Nahen Osten ist eine fortlaufende und komplexe Entwicklung, die sich nicht vollständig aufhalten lässt. Kriege, politische Instabilität, wirtschaftliche Krisen sowie klimatische Veränderungen in der Region treiben immer mehr Menschen dazu, ihre Heimatländer zu verlassen. Diese Mischung aus politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren führt zu einem immer höheren Migrationsdruck, der absehbar nicht nachlassen wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die anhaltende Migration führt zu gesellschaftlichen Spannungen, die sich in verschiedenen Bereichen bemerkbar machen. In Deutschland verstärken sich politische Spaltungen, Polarisierungen und bewusst erzeugte Angst. Was früher eine Debatte über humanitäre Verpflichtungen und Integration war, ist in weiten Teilen zu einem harten, oft von Ängsten und Vorurteilen geprägten politischen Schlagabtausch geworden. Dies führt zur gesellschaftlichen Wahrnehmung der Überforderung des Systems, die nicht nur organisatorische, sondern auch soziale Folgen hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei zeigt die Migration am Ende nur die Probleme, die bereits in unserem System bestehen. Sie werden nur durch den Druck der Migration wesentlich sichtbarer. Diese Probleme sind vielzählig, fussen auf Vernachlässigung, mangelnde Finanzierung oder falscher politischer Steuerung in den vergangenen Jahrzehnten. Für eine zielführende Lösung der aktuellen Herausforderungen gilt es, die sichtbar gewordenen Probleme anzugehen, damit am Ende alle Menschen in Deutschland profitieren. Damit stärken wir nicht nur die Integrationsfähigkeit Deutschlands, sondern arbeiten zukunftsorientiert für unsere gesamte Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Mangelnder Wohnraum</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><br>
Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist seit Jahren ein Problem. Studierende,<br>
ältere Menschen und junge Familien - der Druck auf den Wohnungsmarkt ist seit<br>
Jahren hoch. Gleichzeitig brauchen wir genau diesen Wohnraum, um Geflüchtete<br>
dezentral unterzubringen und eine Perspektive zu geben. Größere Unterkünfte<br>
führen zu gesellschaftlichen Spannungen und helfen vielmals nicht der<br>
Integration. Zielsetzung unserer Politik muss es sein, mit bezahlbaren<br>
Wohneinheiten in höheren und verdichteten Bauen im Zusammenspiel einer gut<br>
zusammenarbeitende Sozial- und Stadtplanung den Herausforderungen<br>
entgegenzutreten.<br><br>
Schleswig-Holstein ist bei der Förderung des sozialen Wohnungsbaus sehr weit vorn, das zeigt auch die starke Nachfrage der der Förderung durch Bauwirtschaft. Allerdings können durch staatliche Förderungen allein die Preissteigerungen der letzten Jahre im Wohnungsbau nicht aufgefangen werden.<br><br>
Daher muss das Land gleichzeitig Standards für preisgedämpften Wohnraum setzen, um ein weiteres Werkzeug für alle Kommunen in Schleswig-Holstein zu schaffen, wie zum Beispiel mit dem kürzlich vorgestellten Regelstandard für vereinfachtes Bauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Mangelnde Sprachförderung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alle Menschen, die in Deutschland Fuß fassen, müssen Deutsch gut lernen können, um sprachlich barrierefrei durch das Leben kommen. Dies ist ein wichtiger Schritt in der Integrationsfähigkeit von Geflüchteten. Solange ein ausreichendes Angebot fehlt, Wartezeiten zu lang sind, bürokratische Anforderungen an bundesgeförderte Sparchangebote zu hoch, benötigen wir weiterhin ein ergänzendes Sprachkursangebot des Landes. Wir müssen das Angebot zu den Menschen vor Ort bekommen, um Angebote für alle zu schaffen und besonders Frauen in ihren Sprachfertigkeiten weiterzubilden. Mit der Ausweitung der arbeitsmarktbezogenen Sprachtrainings des Beratungsnetzwerks &quot;Alle an Bord&quot; wollen wir ein effektives, niedrigschwelliges Angebot, dass sich bereits bewährt hat, auf ganz Schleswig-Holstein ausweiten.&quot;</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Arbeitsmarkt</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Migranten haben immer noch rechtliche Barrieren, die ihnen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu lange untersagt und in Folge eine Einstellung nur unter zu hohen bürokratischen Herausforderungen für Arbeitnehmende und Arbeitgebende möglich ist. In einer Zeit, in der Arbeits- und Fachkräfte in unserer Wirtschaft fehlen, ist dies nicht nur eine Fehlsteuerung im Bereich der Integration, sondern auch in der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Partei setzen wir uns für einfache Wege ein, damit Migranten Arbeit aufnehmen können: Bürokratiearm für Unternehmer:innen und ohne einen Wust an Formularen für den Arbeitnehmenden. Dies hilft nicht nur bei der Sicherung unserer Wirtschaftsfähigkeit, sondern mindert die Notwendigkeit an staatlichen Zuschüssen und baut Sprachkenntnisse durch das gesellschaftliche Miteinander aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Anerkennung beruflicher Qualifikationen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für jeden Ausbildungsberuf brauchen wir einen modularen Qualifikationsrahmen, sodass auch Teilqualifikationen besser anerkannt und auf dem Arbeitsmarkt genutzt werden können. Innerhalb eines solchen Qualifikationsrahmens brauchen wir Prüfungen, mit denen ermittelt wird, welche Qualifikationsmodule ein Mensch beherrscht und welche Lücken bestehen, so dass hier gezielt nachqualifiziert werden kann, um einen vollwertigen Berufsabschluss zu erreichen. Auch ohne Nachqualifikation kann so ein offizielles Prüfungsergebnis klar aufzeigen, wo die beruflichen Qualifikationen nachweislich vorhanden sind.<br>
Nach Hamburger Vorbild wollen wir ein Stipendienprogramm für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen aufbauen, um die Teilnahme an Anpassungs- und Nachqualifizierungskursen, Zuschüssen für Lebenserhaltungskosten während der Prüfungs- und Nachqualifizierungszeiten oder Lernmittel-, Kurs- und Prüfungsgebühren individuell fördern zu können.<br>
Auf Landesebene muss die Bearbeitung von Anträgen zur Anerkennung und zur Berufserlaubnis beschleunigt und besser aufeinander abgestimmt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Zulassung von Ärzt*innen aus Drittstaaten.<br>
Die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) der Länder benötigt eine auskömmliche Finanzierung, um eine zeitnahe Gutachtenerstellung gewährleisten zu können.<br>
Auf europäischer Ebene setzen wir uns dafür ein, dass die Mitgliedstaaten sich bei weiteren Ausbildungsgängen auf Mindestanforderungen zur Vergleichbarkeit einigen und somit die Verfahren zur automatischen Anerkennung auf weitere Berufe ausgeweitet werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies unterstützt nicht nur die Möglichkeiten der Nachschulungen von Geflüchteten, sondern macht das System variabler und entspricht den aktuellen Bedürfnissen des Arbeitsmarkts.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der formalen Anerkennung beruflicher Qualifikationen anhand von vorhandenen Zeugnissen brauchen wir bundesweit einheitliche Standards.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Schulische Bildung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Bildungssystem kränkelt seit langem, Schulen sind nicht mehr in einem modernen Zustand, Räume für eine angemessene Beschulung sind nicht in ausreichender Zahl verfügbar. Die Kommunen können die notwendigen Investitionen nicht selbständig leisten, es braucht Land und Bund mit einem Investitionsprogramm Schule, um die Grundsubstanz unseres Lernens für die Zukunft zu erneuern. Gleichzeitig müssen wir die DaZ-Klassen weiterhin gut ausfinanzieren. Es braucht ausreichend Lehrpersonal, um eine gute Integration in den Regelunterricht und die Einbindung von Schüler:innen in die Klassen- und Schulgemeinschaft zu gewährleisten.<br>
Wir setzen uns für eine Vereinfachung der Sprache von Prüfungen in Schule und Ausbildung ein, von der alle Schüler*innen und Azubis profitieren werden. Wir wollen außerdem erreichen, dass der Zugang zu einem Nachteilsausgleich erleichtert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Frühkindliche Bildung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der frühkindlichen Bildung liegen hohe Potenzial der Integration. Junge Menschen haben eine hohes Lernpotenzial im Bereich Sprache und lernen früh ein breites Spektrum an gesellschaftlichen Kompetenzen. Dies gilt aber nicht nur für Kinder von Migranten, sondern für alle Kinder in Deutschland. In den letzten Jahren sehen Eltern viel zu häufig die Situation, dass Kita-Plätze nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Ein Konkurrenzkampf ist vielmals das Resultat und leitet zu Neid gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen. Dieser gesellschaftlichen Entwicklung muss vorgebeugt werden. Wir müssen vermehrt dafür sorgen, dass die Kommunen ausreichend Kita-Plätze vor Ort haben - das bedarf Neu- oder Anbau von Gebäudekapazitäten, aber auch eine ausreichende Anzahl an Erzieher:innen. Wir sind hier auf einem guten Weg, müssen aber weit mit Druck vorangehen, um im Bereich Kita im Sinne der Integration und Gleichberechtigung der Mangellage entgegenzutreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Psychotherapeutische Versorgung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Traumatische Erlebnisse auf der Flucht oder auf Grund kriegerischer Auseinandersetzungen im Heimatland sind bei vielen Teil ihrer Fluchtgeschichte. Hinzu kommt die allgemeine Steigerung an psychischen Krankheiten, die besonders seit der Corona-Pandemie angestiegen sind. Es ist also eine Aufgabe für unser gesamtgesellschaftliches Zusammenleben, die psychotherapeutische Versorgung in unserem Land auf den angewachsenen Bedarf auszuweiten und mehr kassenärztliche Plätze zu schaffen.<br>
Darüber hinaus brauchen wir pädagogische Fachkräfte, die sensibel und kompetent mit belasteten Kindern umgehen und sie stärken können. Deshalb werden wir das traumapädagogische Angebot TIK.SH für Kita, Grundschule und Förderzentren weiter entwickeln und ausbauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Ärztliche Versorgung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grundsätzlich ist festzustellen, dass wir in Deutschland eine gute ärztliche Versorgung haben. Ausgerechnet die zahnmedizinische Versorgung zu problematisieren ist reine Polemik. Klar zu beobachten ist allerdings eine abnehmende Versorgung in ländlichen und eine Überversorgung in urbanen Gebieten. Diesen Trend können wir nicht einfach hinnehmen, sondern wir müssen gegensteuern, um die medizinische Grundversorgung sicherzustellen, indem wir die Kommunen in der Einrichtung von kommunalen medizinischen Versorgungszentren helfen und strukturschwache Räume in der Bedarfsplanung vermehrt berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Kulturelle Integration</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kulturelle Integration im Kontext von Migration ist entscheidend für den gesamtgesellschaftlichen Wandel, der durch die zunehmende Diversität geprägt wird. Aktuelle Herausforderungen ergeben sich oft durch mangelnde Teilhabe von Migrant:innen am gesellschaftlichen Leben, Sprachbarrieren und soziale Segregation. Zudem sehen wir gesellsamtgesellschaftliche Entwicklungen, die die Lehratmosphäre in einigen Schulen einschränken. Das Startchancenprogramm setzt einen ersten Ansatz in der Lösung dieser Probleme. Weitergehend muss unser Lösungsansatz in einer Förderung interkultureller Kompetenzen ab dem Kindergartenalter liegen. Dazu gehören die frühzeitige Sprachförderung in Kindergärten und Schulen, die Unterstützung von Lehrkräften durch ausreichende Schulsozialarbeit und der Förderung interkultureller Programme durch die Schulen, beispielsweise zur verstärkten Vermittlung gemeinsamer Werte.<br>
Zur kulturellen Integration gehört zuvorderst die Integration in den universalistischen Geist des Grundgesetzes und der Menschenrechte. Dazu gehören ein Verständnis von und eine Identifikation mit Demokratie, Menschenrechten, weltanschaulichem Pluralismus, Gleichstellung der Geschlechter und sexueller Selbstbestimmung. Angebote der politischen und kulturellen Bildung, die diese Werte zielgruppengerecht und alltagsnah vermitteln, sollen verstärkt gefördert und möglichst universaler Bestandteil des Integrationsweges von Geflüchteten und Migrant*innen werden - etwa durch den deutlichen qualitativen und quantitativen Ausbau der entsprechenden Anteile in den Integrationskursen. Hierfür kann und sollte sollte insbesondere auf die Kompetenzen von Menschenrechtsaktivist*innen und -Expert*innen zurückgegriffen werden, die selbst aus den jeweiligen Regionen kommen oder anderweitig eine kulturspezifische Vorbildung mitbringen. Um bereits frühzeitig einen tiefgreifenden Austausch über diese sensiblen und komplizierten Themen zu ermöglichen, braucht es zudem auch muttersprachliche Angebote und eine Sensibilität für je nach Herkunftsregion unterschiedlich stark ausgeprägte Problemschwerpunkte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Stärkung des Ehrenamts</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Angebote der Inklusion, ob Sprachangebote, Willkommenscafé und Tafeln, aber auch Sportvereine - all diese ehrenamtlichen Institutionen schaffen einen wesentlichen Teil der deutschen Integrationsarbeit. Diese Angebote und die Menschen dahinter sind an ihren Belastungsgrenzen. Zu hoch sind bspw. bürokratische Hürden in der Beantragungen von Förderungen, der Anschaffung von Hilfsmitteln und dem Aufbau einer hauptamtlichen Struktur. Die Ehrenamtsangebote brauchen mehr finanzielle Unterstützung und Hilfestellungen. Die Kreise und große Städte sollen dafür eine hauptamtliche Stelle für Ehrenamtsmanagement aufbauen, um durch Netzwerke, förderrechtlichen Hilfsangeboten und persönlicher Beratung vor Ort die ehrenamtlichen Angebote zu stärken. Aber auch Migranten sind willens, sich ehrenamtlich zu engagieren. Insbesondere bei Tafeln ist die Integration von Migranten im Ehrenamt gelebte Praxis.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Finanzielle Ausstattung / Schuldenbremse</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist klar, durch Anerkennung der Probleme und der Verdeutlichung in der Öffentlichkeit ist ein erster Schritt gemacht. Es braucht jedoch vor allem finanzielle Mittel, um die Maßnahmen umzusetzen und gesamtgesellschaftlich einen Schritt Richtung Zukunft zu gehen. Gleichzeitig erleben wir eine Debatte, bei der die Schuldenbremse, die aus Sicht vieler Ökonom*innen reformbedürftig ist, in einigen Parteien als Heiligtum unserer Verfassung hochgehalten und als unveränderbar gehandelt wird, gleichzeitig aber das Grundrecht auf Asyl in Frage gestellt und eine Verfassungsänderung als probates Mittel gehandelt wird. Für uns ist klar, wenn wir über eine Verfassungsänderung reden, die die Probleme unserer Gesellschaft lösen soll, dann muss dies die Reform der Schuldenbremse hin zu einer investitionsoffenen, zukunftsgerichteten Schuldenregelung sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mathias Schmitz, KV Pinneberg<br>
Lukas Unger, KV Pinneberg<br>
Ann Christin Hahn, KV Pinneberg</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 15:06:50 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A6 - Neu: Migrationspolitik ganzheitlich denken: Integrationshemmnisse lösen und Gesellschaft stärken</title>
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                        <author>Mathias Schmitz (KV Pinneberg)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Migrationsdruck im Nahen Osten ist eine fortlaufende und komplexe Entwicklung, die sich nicht vollständig aufhalten lässt. Kriege, politische Instabilität, wirtschaftliche Krisen sowie klimatische Veränderungen in der Region treiben immer mehr Menschen dazu, ihre Heimatländer zu verlassen. Diese Mischung aus politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren führt zu einem immer höheren Migrationsdruck, der absehbar nicht nachlassen wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die anhaltende Migration führt zu gesellschaftlichen Spannungen, die sich in verschiedenen Bereichen bemerkbar machen. In Deutschland verstärken sich politische Spaltungen, Polarisierungen und bewusst erzeugte Angst. Was früher eine Debatte über humanitäre Verpflichtungen und Integration war, ist in weiten Teilen zu einem harten, oft von Ängsten und Vorurteilen geprägten politischen Schlagabtausch geworden. Dies führt zur gesellschaftlichen Wahrnehmung der Überforderung des Systems, die nicht nur organisatorische, sondern auch soziale Folgen hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei zeigt die Migration am Ende nur die Probleme, die bereits in unserem System bestehen. Sie werden nur durch den Druck der Migration wesentlich sichtbarer. Diese Probleme sind vielzählig, fussen auf Vernachlässigung, mangelnde Finanzierung oder falscher politischer Steuerung in den vergangenen Jahrzehnten. Für eine zielführende Lösung der aktuellen Herausforderungen gilt es, die sichtbar gewordenen Probleme anzugehen, damit am Ende alle Menschen in Deutschland profitieren. Damit stärken wir nicht nur die Integrationsfähigkeit Deutschlands, sondern arbeiten zukunftsorientiert für unsere gesamte Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Mangelnder Wohnraum</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><br>
Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist seit Jahren ein Problem. Studierende,<br>
ältere Menschen und junge Familien - der Druck auf den Wohnungsmarkt ist seit<br>
Jahren hoch. Gleichzeitig brauchen wir genau diesen Wohnraum, um Geflüchtete<br>
dezentral unterzubringen und eine Perspektive zu geben. Größere Unterkünfte<br>
führen zu gesellschaftlichen Spannungen und helfen vielmals nicht der<br>
Integration. Zielsetzung unserer Politik muss es sein, mit bezahlbaren<br>
Wohneinheiten in höheren und verdichteten Bauen im Zusammenspiel einer gut<br>
zusammenarbeitende Sozial- und Stadtplanung den Herausforderungen<br>
entgegenzutreten.<br><br>
Schleswig-Holstein ist bei der Förderung des sozialen Wohnungsbaus sehr weit vorn, das zeigt auch die starke Nachfrage der der Förderung durch Bauwirtschaft. Allerdings können durch staatliche Förderungen allein die Preissteigerungen der letzten Jahre im Wohnungsbau nicht aufgefangen werden.<br><br>
Daher muss das Land gleichzeitig Standards für preisgedämpften Wohnraum setzen, um ein weiteres Werkzeug für alle Kommunen in Schleswig-Holstein zu schaffen, wie zum Beispiel mit dem kürzlich vorgestellten Regelstandard für vereinfachtes Bauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Mangelnde Sprachförderung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alle Menschen, die in Deutschland Fuß fassen, müssen Deutsch gut lernen können, um sprachlich barrierefrei durch das Leben kommen. Dies ist ein wichtiger Schritt in der Integrationsfähigkeit von Geflüchteten. Solange ein ausreichendes Angebot fehlt, Wartezeiten zu lang sind, bürokratische Anforderungen an bundesgeförderte Sparchangebote zu hoch, benötigen wir weiterhin ein ergänzendes Sprachkursangebot des Landes. Wir müssen das Angebot zu den Menschen vor Ort bekommen, um Angebote für alle zu schaffen und besonders Frauen in ihren Sprachfertigkeiten weiterzubilden. Mit der Ausweitung der arbeitsmarktbezogenen Sprachtrainings des Beratungsnetzwerks &quot;Alle an Bord&quot; wollen wir ein effektives, niedrigschwelliges Angebot, dass sich bereits bewährt hat, auf ganz Schleswig-Holstein ausweiten.&quot;</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Arbeitsmarkt</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Migranten haben immer noch rechtliche Barrieren, die ihnen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu lange untersagt und in Folge eine Einstellung nur unter zu hohen bürokratischen Herausforderungen für Arbeitnehmende und Arbeitgebende möglich ist. In einer Zeit, in der Arbeits- und Fachkräfte in unserer Wirtschaft fehlen, ist dies nicht nur eine Fehlsteuerung im Bereich der Integration, sondern auch in der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Partei setzen wir uns für einfache Wege ein, damit Migranten Arbeit aufnehmen können: Bürokratiearm für Unternehmer:innen und ohne einen Wust an Formularen für den Arbeitnehmenden. Dies hilft nicht nur bei der Sicherung unserer Wirtschaftsfähigkeit, sondern mindert die Notwendigkeit an staatlichen Zuschüssen und baut Sprachkenntnisse durch das gesellschaftliche Miteinander aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Anerkennung beruflicher Qualifikationen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für jeden Ausbildungsberuf brauchen wir einen modularen Qualifikationsrahmen, sodass auch Teilqualifikationen besser anerkannt und auf dem Arbeitsmarkt genutzt werden können. Innerhalb eines solchen Qualifikationsrahmens brauchen wir Prüfungen, mit denen ermittelt wird, welche Qualifikationsmodule ein Mensch beherrscht und welche Lücken bestehen, so dass hier gezielt nachqualifiziert werden kann, um einen vollwertigen Berufsabschluss zu erreichen. Auch ohne Nachqualifikation kann so ein offizielles Prüfungsergebnis klar aufzeigen, wo die beruflichen Qualifikationen nachweislich vorhanden sind.<br>
Nach Hamburger Vorbild wollen wir ein Stipendienprogramm für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen aufbauen, um die Teilnahme an Anpassungs- und Nachqualifizierungskursen, Zuschüssen für Lebenserhaltungskosten während der Prüfungs- und Nachqualifizierungszeiten oder Lernmittel-, Kurs- und Prüfungsgebühren individuell fördern zu können.<br>
Auf Landesebene muss die Bearbeitung von Anträgen zur Anerkennung und zur Berufserlaubnis beschleunigt und besser aufeinander abgestimmt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Zulassung von Ärzt*innen aus Drittstaaten.<br>
Die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) der Länder benötigt eine auskömmliche Finanzierung, um eine zeitnahe Gutachtenerstellung gewährleisten zu können.<br>
Auf europäischer Ebene setzen wir uns dafür ein, dass die Mitgliedstaaten sich bei weiteren Ausbildungsgängen auf Mindestanforderungen zur Vergleichbarkeit einigen und somit die Verfahren zur automatischen Anerkennung auf weitere Berufe ausgeweitet werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies unterstützt nicht nur die Möglichkeiten der Nachschulungen von Geflüchteten, sondern macht das System variabler und entspricht den aktuellen Bedürfnissen des Arbeitsmarkts.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der formalen Anerkennung beruflicher Qualifikationen anhand von vorhandenen Zeugnissen brauchen wir bundesweit einheitliche Standards.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Schulische Bildung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Bildungssystem kränkelt seit langem, Schulen sind nicht mehr in einem modernen Zustand, Räume für eine angemessene Beschulung sind nicht in ausreichender Zahl verfügbar. Die Kommunen können die notwendigen Investitionen nicht selbständig leisten, es braucht Land und Bund mit einem Investitionsprogramm Schule, um die Grundsubstanz unseres Lernens für die Zukunft zu erneuern. Gleichzeitig müssen wir die DaZ-Klassen weiterhin gut ausfinanzieren. Es braucht ausreichend Lehrpersonal, um eine gute Integration in den Regelunterricht und die Einbindung von Schüler:innen in die Klassen- und Schulgemeinschaft zu gewährleisten.<br>
Wir setzen uns für eine Vereinfachung der Sprache von Prüfungen in Schule und Ausbildung ein, von der alle Schüler*innen und Azubis profitieren werden. Wir wollen außerdem erreichen, dass der Zugang zu einem Nachteilsausgleich erleichtert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>Frühkindliche Bildung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der frühkindlichen Bildung liegen hohe Potenzial der Integration. Junge Menschen haben eine hohes Lernpotenzial im Bereich Sprache und lernen früh ein breites Spektrum an gesellschaftlichen Kompetenzen. Dies gilt aber nicht nur für Kinder von Migranten, sondern für alle Kinder in Deutschland. In den letzten Jahren sehen Eltern viel zu häufig die Situation, dass Kita-Plätze nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Ein Konkurrenzkampf ist vielmals das Resultat und leitet zu Neid gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen. Dieser gesellschaftlichen Entwicklung muss vorgebeugt werden. Wir müssen vermehrt dafür sorgen, dass die Kommunen ausreichend Kita-Plätze vor Ort haben - das bedarf Neu- oder Anbau von Gebäudekapazitäten, aber auch eine ausreichende Anzahl an Erzieher:innen. Wir sind hier auf einem guten Weg, müssen aber weit mit Druck vorangehen, um im Bereich Kita im Sinne der Integration und Gleichberechtigung der Mangellage entgegenzutreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>Psychotherapeutische Versorgung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Traumatische Erlebnisse auf der Flucht oder auf Grund kriegerischer Auseinandersetzungen im Heimatland sind bei vielen Teil ihrer Fluchtgeschichte. Hinzu kommt die allgemeine Steigerung an psychischen Krankheiten, die besonders seit der Corona-Pandemie angestiegen sind. Es ist also eine Aufgabe für unser gesamtgesellschaftliches Zusammenleben, die psychotherapeutische Versorgung in unserem Land auf den angewachsenen Bedarf auszuweiten und mehr kassenärztliche Plätze zu schaffen.<br>
Darüber hinaus brauchen wir pädagogische Fachkräfte, die sensibel und kompetent mit belasteten Kindern umgehen und sie stärken können. Deshalb werden wir das traumapädagogische Angebot TIK.SH für Kita, Grundschule und Förderzentren weiter entwickeln und ausbauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>Ärztliche Versorgung</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grundsätzlich ist festzustellen, dass wir in Deutschland eine gute ärztliche Versorgung haben. Ausgerechnet die zahnmedizinische Versorgung zu problematisieren ist reine Polemik. Klar zu beobachten ist allerdings eine abnehmende Versorgung in ländlichen und eine Überversorgung in urbanen Gebieten. Diesen Trend können wir nicht einfach hinnehmen, sondern wir müssen gegensteuern, um die medizinische Grundversorgung sicherzustellen, indem wir die Kommunen in der Einrichtung von kommunalen medizinischen Versorgungszentren helfen und strukturschwache Räume in der Bedarfsplanung vermehrt berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li>Kulturelle Integration</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kulturelle Integration im Kontext von Migration ist entscheidend für den gesamtgesellschaftlichen Wandel, der durch die zunehmende Diversität geprägt wird. Aktuelle Herausforderungen ergeben sich oft durch mangelnde Teilhabe von Migrant:innen am gesellschaftlichen Leben, Sprachbarrieren und soziale Segregation. Zudem sehen wir gesellsamtgesellschaftliche Entwicklungen, die die Lehratmosphäre in einigen Schulen einschränken. Das Startchancenprogramm setzt einen ersten Ansatz in der Lösung dieser Probleme. Weitergehend muss unser Lösungsansatz in einer Förderung interkultureller Kompetenzen ab dem Kindergartenalter liegen. Dazu gehören die frühzeitige Sprachförderung in Kindergärten und Schulen, die Unterstützung von Lehrkräften durch ausreichende Schulsozialarbeit und der Förderung interkultureller Programme durch die Schulen, beispielsweise zur verstärkten Vermittlung gemeinsamer Werte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li>Stärkung des Ehrenamts</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Angebote der Inklusion, ob Sprachangebote, Willkommenscafé und Tafeln, aber auch Sportvereine - all diese ehrenamtlichen Institutionen schaffen einen wesentlichen Teil der deutschen Integrationsarbeit. Diese Angebote und die Menschen dahinter sind an ihren Belastungsgrenzen. Zu hoch sind bspw. bürokratische Hürden in der Beantragungen von Förderungen, der Anschaffung von Hilfsmitteln und dem Aufbau einer hauptamtlichen Struktur. Die Ehrenamtsangebote brauchen mehr finanzielle Unterstützung und Hilfestellungen. Die Kreise und große Städte sollen dafür eine hauptamtliche Stelle für Ehrenamtsmanagement aufbauen, um durch Netzwerke, förderrechtlichen Hilfsangeboten und persönlicher Beratung vor Ort die ehrenamtlichen Angebote zu stärken. Aber auch Migranten sind willens, sich ehrenamtlich zu engagieren. Insbesondere bei Tafeln ist die Integration von Migranten im Ehrenamt gelebte Praxis.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li>Finanzielle Ausstattung / Schuldenbremse</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist klar, durch Anerkennung der Probleme und der Verdeutlichung in der Öffentlichkeit ist ein erster Schritt gemacht. Es braucht jedoch vor allem finanzielle Mittel, um die Maßnahmen umzusetzen und gesamtgesellschaftlich einen Schritt Richtung Zukunft zu gehen. Gleichzeitig erleben wir eine Debatte, bei der die Schuldenbremse, die aus Sicht vieler Ökonom*innen reformbedürftig ist, in einigen Parteien als Heiligtum unserer Verfassung hochgehalten und als unveränderbar gehandelt wird, gleichzeitig aber das Grundrecht auf Asyl in Frage gestellt und eine Verfassungsänderung als probates Mittel gehandelt wird. Für uns ist klar, wenn wir über eine Verfassungsänderung reden, die die Probleme unserer Gesellschaft lösen soll, dann muss dies die Reform der Schuldenbremse hin zu einer investitionsoffenen, zukunftsgerichteten Schuldenregelung sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mathias Schmitz, KV Pinneberg<br>
Lukas Unger, KV Pinneberg<br>
Ann Christin Hahn, KV Pinneberg</p></div></div><h2>Antrag in leichter oder einfacher Sprache</h2><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 11 Oct 2024 15:06:26 +0200</pubDate>
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